Mit dem VW T6 California Coast das Camperlife erleben
Über 2 Wochen hinweg habe ich den VW California Coast mit dem 2,0 Liter Diesel (150 PS) unter die Lupe genommen. Das kompakte Campingmobil ist mit Küche, Bett und Hubdach versehen. So kann man es einerseits als Fahrzeug für den Alltag verwenden, andererseits kann es ein nahezu vollwertiges Campingmobil für zwei Personen sein.
Zunächst zur Optik: Von Vorne betrachtet fallen die neuen Schweller und die Lufteinlässe auf. LED-Scheinwerfer und –Rückleuchten in Klarglasoptik sorgen für gute Sicht. Wer sich nicht intensiv damit beschäftigt, wird die Änderungen am Design kaum wahrnehmen. Warum auch etwas ändern, was sich bewährt hat. Hier folgt das Design sinnvollerweise der Funktion und ist ihm eindeutig untergeordnet. So erlaubt die relativ niedrige Heckscheibe das Unterbringen der Klappstühle in den Hecktür. Der Campingtisch findet in der Innenseite der Schiebetür Platz. Die Schiebetür wurde im Testwagen nicht elektrisch ausgeführt. Gegen Mehrpreis gibt es aber auch diesen Luxus.
Der Küchenblock ist in heller Holzoptik gehalten. Im Unterschied zum Vorgänger ist die Küchenplatte nun vom Korpus getrennt, so kommt man an das Waschbecken ohne den Spritzschutz nach oben klappen zu müssen. Das Volumen des Kühlschranks (42 Liter), der Kleiderschrank mit integrierter Kleiderstange/Safe und die anderen Schränke unterscheiden sich mit Blick auf ihre Unterteilung nicht vom Vorgängermodell. Platz und Stauraum reichen für eine kleine Familie. Im Vergleich zum Vorgänger hat VW nahezu jeden Winkel durch Fächer und Ablagen nutzbar gemacht.

Simply clever ist die integrierte USB-Taschenlampe unter dem Fahrersitz, so hat man nachts ein Fußraum Licht direkt am Ausgang, das man bei Bedarf einfach mitnimmt. Praktisch ist auch die in der Küchenzeile integrierte LED-Leiste. Mit ihr wird es nicht nur richtig gemütlich, auch der Inhalt der Küchenunterschränke wird durch sie beleuchtet. Bei Drehen der Vordersitze sollte man auf die Verkleidung im Innenraum achten, sonst entstehen hier schnell unschöne Kratzer. Empfindlich sind auch die Bügel über dem Rückspiegel, die zum Befestigen des Frontverdunklungsrollos dienen. Hier bedarf es Fingerspitzengefühl.
Zu den Neuheiten im T6 California gehört auch der Anschluss für die Außendusche. Das Hubdach am Testwagen muss manuell bestätigt werden, hier empfehle ich die elektrische Variante. Entspanntes Fahren ermöglichen die modernen Fahr Assistent Systeme im T6. So ist der Tempomat in Verbindung mit dem automatischen Abstandsregler (gegen Mehrpreis) auf langen Fahrten eine große Erleichterung. Ans Herz legen möchte ich geneigten Käufern auch das DSG Getriebe. Es schaltet besser, als wir das können und das lästige Kuppeln und Schalten entfällt. Der Spritverbrauch liegt während der Testfahrten bei rund 8 Litern je 100 Kilometern. Die Leistung des 150 PS Diesels passt gut zum 2.250 Kilo wiegenden Kompaktreisemobil.
Fazit: Der California ist ausgereifter denn je. Egal ob Wochenendtrip, Urlaub oder Alltag, der Klassiker von Volkswagen kann alles. Sein Nachteil ist der hohe Preis. Es gibt ihn zwar ab 45.000 Euro. Die meisten Californias fahren jedoch kaum unter 70.000 Euro aus dem Laden. Doch selbst der relativiert sich, denn es gibt kaum wertstabile Autos, als den VW California.
Technische Daten:
VW T6 California
Fünftüriger Kleinbus,
Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter: 4,90/1,90/1,99/3,00,
Antrieb: Reihenvierzylinder-Diesel,
Hubraum: 1.968 ccm,
Leistung: 110 kW/150 PS,
max. Drehmoment: 340 Nm,
Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 12 s,
Höchstgeschwindigkeit: 181 km/h,
Normverbrauch: 6,4 l auf 100 km,
CO2-Ausstoß: 166 g/km, Siebengang-Direktschaltgetriebe, Vorderradantrieb
Leergewicht: 2250 kg,
zul. Gesamtgewicht: 300o kg,
Kofferraumvolumen: bis 5.800 l,
Tankinhalt: 70 l,
Wendekreis: 11,9 m,
Preis: ab 58.196 Euro.
NinaCarMaria
NinaCarMaria ist die Influencerin in unserem Redaktionsteam, ist aber auch klassisch redaktionell unterwegs. Ihr Spezialgebiet sind Luxus-Autos und insbesondere Luxus-Sportwagen. "Je schneller, umso lieber", bekennt Nina, die in der Szene auch als NinaCarMaria bekannt ist. Ihr folgen bei Instagram rund 650.000 Fans. Die Bildungswissenschaftlerin ist zudem für die Social-Media-Kanäle der Autotester-Redaktion verantwortlich.
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