Mitsubishi steigert mit dem Outlander das Bewusstsein für Plug-In-Hybride
Als der Outlander 2013 mit Plug-in-Hybrid auf den Markt gekommen ist, ahnte noch kaum jemand, welche Eruption der Diesel-Skandal zwei Jahre später verursachen sollte. Und so war damals klar, dass der Diesel-Antrieb für ein großes SUV in Europa der richtige Antrieb ist. Insofern war Mitsubishi damals ein Vorreiter, als sie die Kombination aus am Netz aufladbarem Elektro-Antrieb und Benzin-Verbrenner im Outlander brachte. 
Inzwischen ist viel passiert. Es gab und gibt tatsächlich den für mich davor nicht denkbaren Dieselskandal, der nicht allein durch den Volkswagen Konzern verursacht worden ist. Und die Plug-in-Technologie wurde weiter verbessert. Das hat auch mich zum Umdenken veranlasst. Auch wenn ich einen ehrlichen Dieselantrieb noch immer schätze.
Nun stellt Mitsubishi den stark überarbeiteten Outlander für das Modelljahr 2019 vor. Auch wenn er noch immer kein Schönling sein möchte, profitiert seine Erscheinung deutlich von Eingriffen beim Design. Stärker als außen tritt der Outlander im Innenraum in die Moderne. Hier hat sich wirklich viel getan. Klares Design, bessere Materialanmutung und zeitgemäße Kommunikation inklusive Android Auto und AppleCarPlay stehen auf der Liste.
Besonderes Augenmerk haben die japanischen Ingenieure offensichtlich auf die Antriebstechnologie gelegt. Anstatt dem bisher verwendeten 2.0 Liter Benziner werkelt nun ein moderner Benziner, der den sogenannten Atkinson-Zyklus nutzt, um effektiver vorwärts zu kommen. Bis zu 135 PS (99 kW) und ein maximales Drehmoment von 211 Newtonmetern kann diese Maschine erzeugen. An der Hinterachse arbeitet nun ein E-Motor, der bis zu 70 kW (95 PS) erzeugen kann. An der Vorderachse werden weiterhin 60 kW von einem zweiten E-Motor bereitgestellt. In Kombination aus Verbrenner und E-Motoren entsteht eine maximale Systemleistung von 220 PS.
Der Outlander kann nun runde 45 Kilometer – realistisch betrachtet – rein elektrisch zurück legen. Das sollte in den meisten Fällen für den Weg zur Arbeit und zurück ausreichen. Für weitere Strecken (Gesamtreichweite bis zu 800 km nach NEFZ) steht der Benziner zur Verfügung. Falls maximale Dynamik gewünscht ist, arbeiten die beiden Antriebssysteme zusammen. In 10,5 Sekunden ist aus dem Stand Tempo 100 erreicht. Vmax ist 170 km/h. Vmax elektrisch liegt bei 135 km/h.
Der neue Outlander Plug-in-Hybrid wurde auf die Gegebenheiten in Europa bestens abgestimmt. Die Geräusche im Innenraum wurde deutlich reduziert. Sein Fahrverhalten ähnelt nun mehr einem klassischen PKW.
Wir sind ja teurere Neuwagen gewohnt und so erwarten wir auch hier stolze Preise. Doch da müssen wir uns bremsen. Der Outlander kommt mit einer ordentlichen Basis-Ausstattung (18 Zoll Alus, Smartphone Link, Sitzheizung und DAB-Radio) zu Preisen ab 37.990 Euro. Davon können dann die 3.000 Euro Plug-in-Förderung abgezogen werden und zusätzlich 5.000 Euro, die Mitsubishi als Rabatt einräumt, ohne darüber verhandeln zu müssen. So stehen am Ende noch 29.990 Euro auf dem Zettel. Ein wirklich faires Angebot für ein gut abgestimmtes, ordentlich ausgestattetes, großes Plug-in-SUV mit viel Nutzwert und 5 Jahre währender Garantie (bis zu 100.00 km). Auf den Akku-Satz gewährt Mitsubishi darüber hinaus 8 Jahre Garantie (bis maximal 160.00 km).
Technische Daten
Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander
Länge x Breite x Höhe (m): 4,70 x 1,80 x 1,71
Radstand (m): 2,67
Benzinmotor: Vierzylinder-Benziner, 2360 ccm
Leistung: 100 kW / 135 PS bei 4500 U/min
Max. Drehmoment: 211 Nm bei 4500 U/min
E-Frontmotor: 60 kW / 82 PS, 137 Nm
E-Heckmotor: 70 kW / 95 PS / 70 kW, 195 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h (135 km/h elektrisch)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 10,5 Sek.
Elektr. Reichweite n. NEFZ: 54 km
ECE-Durchschnittsverbrauch: 1,8 Liter
Stromverbrauch je 100 km: 14,8 kWh
CO2-Emissionen: 40 g/km
Leergewicht: min. 1880 kg
Kofferraumvolumen: 463–1602 Liter
Wendekreis: 10,6 m
Basispreis: 37.990 Euro
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