Interner Verdacht bei Porsche
Porsche hat das Kraftfahrt-Bundesamt, die Staatsanwaltschaft und die US-Behörden darüber informiert, dass es möglicherweise zu technischen Manipulationen gekommen ist. Dabei geht es nicht, wie bei Konzernmutter VW um Dieselmotoren, sondern um Benzinmodelle. Wie erst jetzt bekannt wurde, soll der Sportwagenhersteller nach internen Untersuchungen bereits im Juni oder Juli die genannten Stellen selbst informiert haben.
Medienberichten zufolge geht es um den Verdacht, dass einzelne Ingenieure nach der Typgenehmigung die Motoren oder Getriebeteile noch einmal geändert haben. Dadurch sollten die Abgaswerte auf dem Prüfstand geschönt werden. Es geht laut „Handelsblatt“ um Fahrzeuge der Baureihen 911 und Panamera.
Porsche geht noch nicht ins Detail und spricht allgemein von möglichen Soft- und Hardwaremanipulationen. „Wir stehen selbst noch am Anfang der internen Prüfung“, sagte Christan Weiss, stellvertretender Leiter der Unternehmenskommunikation, gegenüber dem Auto-Medienportal. Er widersprach aber Berichten, nach denen die Typgenehmigungen für die betroffenen Baureihen ausgesetzt worden sein sollen. Das Kraftfahrt-Bundesamt sei in dieser Woche in Stuttgart gewesen und habe diesen Punkt positiv beschieden. Es gehe in der Angelegenheit um Fahrzeuge, die bereits vor einigen Jahren entwickelt wurden. Hinweise, dass Autos in der laufenden Produktion betroffen sind, gibt es laut Porsche nicht. ampnet
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