„Eco Grand Prix“: Erstes 24-Stunden-Rennen für E-Fahrzeuge
In Deutschland startet am 1. Dezember das weltweit erste internationale 24-Stunden-Rennen für Elektrofahrzeuge. Verschiedene Elektroautos werden zeigen, wie viele Runden sie in der Motorsport-Arena in Oschersleben bewältigen können. Durch die winterlichen Bedingungen ist noch nicht abzuschätzen, welche Reichweiten erzielt werden können, da es keine Supercharger geben wird, sondern lediglich 32-A-Drehstromsteckdosen.
Der Elektroauto-Marathonwettbewerb „Eco Grand Prix“ startete vor fünf Jahren als reine Elektroserie in Spanien und wird nun weiter ausgebaut. Nach dem ersten Schneerennen im März dieses Jahres auf den Bergkuppen in Andorra und dem zweiten Rennen auf der Stammstrecke in Calafat (Spanien) im September, wird die Deutschlandpremiere in Oschersleben nun als erster internationaler 24-Stunden-Ausdauerwettbewerb für Elektroautos ausgelegt.
Zugelassen ist jede Art von reinem Elektrofahrzeug. 18 internationale Teams haben sich bereits angemeldet. Parallel zum Wettbewerb können Besucher an Vorträgen von Langstreckenfahrern teilnehmen, Erfahrungen austauschen und sich für Probefahrten verfügbarer Elektroautomodelle anmelden.
Neben den neuesten Modellen der Marken Nissan, Renault, BMW, Kia, Hyundai und Jaguar mit Reichweiten über 300 Kilometer wird eins der Elektroautos zu sehen sein, dass die Welt im Jahr 2016 in 80 Tagen (Landstrecke über 29.000 Kilometer) umrundet hat. Inzwischen stehen 340 000 Kilometer auf dem Tacho. Es wird als Pace Car die Gruppe anführen und später als Safety Car eingesetzt werden. Auch der frisch in Europa eingetroffene Tesla Model 3 wird in Oschersleben stehen.
Teams verschiedener Unternehmen treten mit ihren eigenen Firmenfahrzeugen gegen Privatbesitzer an und versuchen, den Rundenrekord in ihrer Klasse aufzustellen. Fahrer dürfen nicht mehr als acht Stunden insgesamt fahren, spätestens nach vier Stunden muss ein Fahrerwechsel stattfinden. Die einfachste Regel lautet: So viele Runden wie möglich fahren! In den Wettbewerben der letzten Jahre zeigte sich, dass das beste Team gewinnt und nicht das vermeintlich bessere Auto, denn es gilt die Fahrerwechselzeit zu optimieren, die Ladestrategie an die Wetterverhältnisse anzupassen und vor allem energieeffizient zu fahren.
Der Tesla Club Deutschland hat seine Weihnachtsfeier kurz entschlossen auf die Rennstrecke verlegt und überlegt, ein Team zu stellen. Andere internationale Tesla- und Elektroautoclubs suchen noch nach Fahrern. Anmeldeschluss ist der 28. November, die Anzahl der teilnehmenden Fahrzeuge ist auf 56 begrenzt.
Die Zuschauer werden zwischendurch mit Live-Musik der Band „Sparrohs“ unterhalten, das an der Strecke liegende Hotelrestaurant sorgt für die Verköstigung mit Blick auf die Rennstrecke und beim „Kid’s Eco Grand Prix“, dem Rennen mit ferngesteuerten Elektroautos, fahren auch Kinder um Medaillen. Besucher können spontan vorbeischauen, der Eintritt beträgt pro Tag inklusive Konzert fünf Euro, Kinder bis zu 16 Jahren zahlen nichts. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.ecograndprix.com. Dort kann man die Veranstaltung und den aktuellen Rang der Teams dann auch live verfolgen. ampnet
Foto: ecograndprix.com
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