Die Stars von L.A.
Die Automesse in Los Angeles gehört zu den beliebteren Terminen für die Autohersteller. Im November ist es im Süden Kaliforniens noch sehr mild, das Publikum solvent und die Zahl der Neuheiten überschaubar. Das heißt: Wer hier eine Premiere feiert, der findet Beachtung. Bei der 2016er-Auflage ist die Stimmung freilich nicht ganz so unbeschwert. Die dunklen Wolken der Abgas-Affaire, die längst nicht mehr nur Volkswagen betrifft, trüben den Himmel über dem Los Angeles Convention Center, dem Veranstaltungsort der Auto-Schau.
Gleichwohl oder deshalb ist mit einer Flut von neuen Elektro-Autos zu rechnen. Die kommen in Kalifornien außerordentlich gut an, nicht ohne Grund ist die Tesla-Dichte am Pazifik höher als anderswo. Von bis zu 20 Weltpremieren ist in Los Angeles die Rede, wozu natürlich auch eine ganze Reihe von konventionell motorisierten Automobilen gezählt werden.
Lange erwartet und vom Hersteller ersehnt ist der Alfa Romeo Stelvio. Das 4,65 Meter lange SUV wurde in Rekordzeit entwickelt, um endlich am kräftigen Wachstum dieser Klasse teilhaben zu können. Ein Diesel mit 154 kW/210 PS und ein Turbo-Benziner mit 184 kW/250 PS sorgen für Vortrieb. Ins gleiche Horn stößt Jeep mit dem neuen Compass, seine Basis nimmt er sich vom Fiat 500X und sieht aus wie ein verlängerter Renegade. Der kleinste der SUV-Debütanten ist der Mini Countryman, der die Erneuerung der Mini-Modellpalette abschließt. Er ist mit 4,30 Meter Länge richtig groß geworden und übertrifft seinen Vorgänger um 20 Zentimeter.


Auch bei den Limousinen gibt’s viel Neues, aber in hochpreisigen Gefilden. Bei Mercedes Maybach munkelt man über ein neues Luxusauto; faktisch schon bekannt ist der Mercedes-AMG E63 S mit bis zu 450 kW/612 PS. Damit wird die Business-Limousine zur stärksten E-Klasse, die es je gab. Wer es etwas weniger muskelstark wünscht, nimmt den E63 ohne das „S“ her und kommt mit 420 kW/571 PS immer noch gut voran. Assistenzsysteme und Fahrwerkstechnik definieren das Ausstattungsniveau in der gehobenen Mittelklasse neu. Wobei der Preis durchaus Oberklassen-Format haben dürfte.
Zu guter Letzt dann doch noch ein Blick auf Autos für weniger Geld. Der Nissan Note kommt mit einem Facelift nach Los Angeles und 2017 auch aufgefrischt nach Deutschland. Das gilt auch für den Smart, der als Elektro-Version in allen drei Karosserie-Varianten auf den Markt kommen soll.

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