Wertverlust eines Autos: Diese Faktoren beeinflussen den Wert eines Wagens maßgeblich

Wer einen Neuwagen kauft, hat den Vorteil, seinen absoluten Traumwagen konfigurieren zu können – da sind keine Kompromisse notwendig. Ein Wermutstropfen ist hingegen der rapide Wertverlust. Wie erheblich dieser bei einigen Modellen ausfallen kann und welche Faktoren wertsteigernd wirken, hat nun ein umfassender Ratgeber des Online-Versicherers CosmosDirekt zusammengetragen. Unser Überblick fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Nach einem Jahr Wertverluste zwischen ca. 10 und 25 Prozent möglich

Diese Zahlen dürften Käufer eines Neuwagens erschrecken: Nach nur einem Jahr auf der Straße verlieren Autos zwischen 10 und 25 Prozent ihres Werts. Diese Richtwerte lassen sich anhand einer interaktiven Grafik von CosmosDirekt auch für ausgewählte Modelle nachvollziehen: Kostet ein Audi A3 – um ein populäres Beispiel herauszugreifen – beispielsweise neu 29.475 Euro, dann liegt der Wert nach 12 Monaten nur noch bei etwa 20.714 Euro. Auch Luxusautos wie ein Mercedes SL 500 sind vor solchem Wertverlust nicht gefeit: Das Modell verliert nach 12 Monaten bereits 11.550 Euro an Wert. Wer also sparen möchte, sollte sich gezielt nach Jahreswagen umschauen.

Viele Faktoren entscheiden über den Wertverlust eines PKWs

Von diesen Richtwerten aus kann man bereits Empfehlungen ableiten, welche Ausstattungsmerkmale, Marken und Farben besonders wertstabil sind: Laut des Ratgebers von CosmosDirekt sollten Käufer, die einen Wiederverkauf in Erwägung ziehen, auf keinen Fall auf einen Dieselmotor setzen: Im Zuge des Dieselskandals sank der Anteil der zugelassenen Fahrzeuge mit Dieselmotor von 46,8 Prozent auf 29,3 Prozent. Drohende Fahrverbote lassen den Wert alter Euro-5-Diesel noch weiter sinken. Erheblich wertstabiler sind derzeit Elektroautos. Darüber hinaus entscheidet neben der Antriebsart natürlich auch die Ausstattungsvariante, Zustand und – ganz besonders – der Kilometerstand des Wagens über dessen Wertverlust. Dass gepflegte Nichtraucherautos besser wiederverkäuflich sind als verrauchte Wagen mit abgenutzten Stoffsitzen, muss nicht extra erwähnt werden. Weniger offensichtlich wertsteigernde Faktoren sind hingegen Ausstattungsvarianten, die von Wagenklasse zu Wagenklasse sehr unterschiedlich ausfallen können. Wichtig für Käufer der Kompaktklasse sind beispielsweise eine Einparkhilfe, Alufelgen, Klimaautomatik oder eine Sitzheizung. Hier gilt die Faustregel: Je höher die Klasse, desto höher die Ansprüche potenzieller Käufer und desto besser ausgestattet sollte der Wagen sein. Nicht zu verachten ist zudem der Effekt der Autofarbe: Wer seinen Neuwagen in exotischer Lackierung bestellt, hat es beim Wiederverkauf deutlich schwerer als wenn er eine Trendfarbe wählt. Nach derzeitigem Geschmack kann man mit Klassikern wie Schwarz, Grau oder Weiß nichts falsch machen. Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zufolge stieg die Zahl der PKWs mit letzterer Lackfarbe exponentiell stark an – Weiß scheint also im Trend zu liegen. Wer vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse nun wissen möchte, was sein eigener Wagen noch Wert ist, kann das über die Fahrzeugbewertung von Schwacke ermitteln.