Renault Twingo Electric „Life“- Hübscher Kleinstwagen nun auch mit reinem E-Antrieb

So viel trägt das E-Auto zu einem energieeffizienten Leben bei

Das Elektroauto gilt als umweltfreundliche Alternative zum Verbrennungsmotor. Anstelle fossiler Brennstoffe fährt es sauber mit Strom. Auf den ersten Blick ist das Image eines E-Autos also vor allem grün und sauber. Trotzdem wird immer wieder Kritik laut, dass die Elektroautos bei weitem nicht so sauber sind, wie gern versprochen wird. Gerade der Akku und dessen Herstellung sollen hier der Knackpunkt sein. Doch wie viel trägt das E-Auto nun zu einem energieeffizienten Leben bei und eignet es sich ausnahmslos für jeden?

E-Mobilität ist nicht absolut emissionsfrei

Gern wird darauf verwiesen, dass das E-Auto keine Emissionen ausstößt und deswegen absolut sauber ist. Das ist allerdings so nicht korrekt. Forscher betonen generell, dass auch bei einem Elektroauto Emissionen entstehen. Zum einen werden sie durch die Kohle- und Gaskraftwerke verursacht, die den Strom für die Autos produzieren, zum anderen sind sie bei der Herstellung unvermeidlich. 

Wie grün ein Elektroauto tatsächlich ist, hängt also von verschiedenen Aspekten ab. Daher gehen die Meinungen bei der Frage nach Elektroautos und dem ökologischen Fußabdruck weit auseinander. Tatsächlich hängt die Energieeffizienz eines Elektroautos von vielen Faktoren ab. Zum einen spielen hier Einsatzort und Einsatzintensität eine Rolle, zum anderen kommt es durch die Batterie, die individuelle Fahrleistung und Lebensdauer zu massiven Unterschieden. 

Letztlich hat zudem jeder Nutzer selbst in der Hand, wie die Ökobilanz eines Elektroautos ausfällt. Gerade auf die Lebensdauer kann jeder aktiv Einfluss nehmen. Weiterhin ist entscheidend, woher der Strom stammt, mit dem der Akku des Fahrzeugs geladen wird. Erste Betreiber von Ladestationen gehen hier schon einen Schritt weiter und setzen auf Ökostrom, also Strom aus Wind- oder Sonnenenergie, wodurch natürlich die Energiebilanz massiv aufgewertet wird.

Polestar 1 (609 PS) - Mein Traumauto 2020? - Test I Review I Beschleunigung I, Kofferraum

Elektromobilität steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen

In der Bundesrepublik wird vor allem im Zuge der Debatten um den Klimawandel gern betont, dass die Elektromobilität die Zukunft der Automobilindustrie sei. Eines sei vorweggenommen: Die Autohersteller haben in den vergangenen Jahren massiv in die Forschung investiert und erhebliche Fortschritte bei der E-Mobilität erreicht. 

Den immensen Weiterentwicklungen auf automobiler Ebene steht allerdings die Ist-Situation in Deutschland gegenüber. Obwohl Elektroautos alles andere als neu sind, stellt gerade die Ladeinfrastruktur noch immer eine Schwachstelle dar. Freilich wurde in den letzten Jahren massiv in den Ausbau der Ladestationen investiert und es ist auch tatsächlich gelungen, die Zahl deutlich zu steigern, allerdings gibt es noch immer viele Regionen, in denen das Netz dünn ist. So stehen auf Bundesebene im Dezember 2020 über 21.600 Ladestationen zur Verfügung. Tendenz weiter steigend. 

Doch insbesondere im internationalen Vergleich fällt die Bundesrepublik hier deutlich gegenüber anderen Ländern zurück. Zumal sich das Netzwerk an Ladestationen vor allem auf den urbanen Raum konzentriert und die ländlichen Gefilde zurückfallen. 

In den kommenden Jahren wird vor allem ein massiver Ausbau des Netzwerks an Ladestationen weiter erforderlich sein, um die Elektromobilität tatsächlich auf Dauer erfolgreich etablieren zu können. 

Auswahl wächst: Typenvielfalt nimmt kontinuierlich zu

Auf einem guten Weg ist das Elektroauto dagegen bei der automobilen Vielfalt. Insbesondere in diesem Punkt haben die Hersteller in den letzten Jahren massiv nachgerüstet und für eine beeindruckende Modellvielfalt gesorgt. Mittlerweile gibt es bei den Elektroautos praktische Kleinwagen für die Stadt ebenso wie komfortable Oberklassemodelle. Doch damit nicht genug: Auch Firmen können, wenn sie sollen, konsequent auf E-Mobilität setzen und sich für einen Transporter mit Elektroantrieb entscheiden. 

Damit steht zumindest unter Berücksichtigung des Platzangebots für jeden Bedarf das richtige Auto zur Verfügung. Auch bei der Antriebsart setzen die Autobauer auf verschiedene Ansätze, um wirklich jedem Bedarf ausnahmslos gerecht zu werden. Neben den reinen Elektroautos haben sich Modelle mit Hybridtechnik durchgesetzt. Hier kommt neben dem Elektromotor noch eine andere Antriebsart zum Einsatz. 

Für wen eignet sich ein Elektroauto?

Als sich der Automobilmarkt noch auf Benzin- und Dieselmotoren konzentrierte, waren die Fronten im Grunde geklärt. Dieselfahrzeuge waren vor allem für diejenigen gedacht, die viel unterwegs sind und dabei auch längere Strecken fahren. Sie profitieren zum einen von der Effizienz und Sparsamkeit der Dieselmotoren und zum anderen von den deutlich günstigeren Preisen an der Tankstelle. Die Autos mit Benzinmotoren sind dagegen für die breite Masse geeignet und bieten sich auch für diejenigen an, die nur hin und wieder fahren. Doch wie sieht es mit Elektroautos aus?

Ganz so einfach und klar lässt sich die Frage hier nicht beantworten. Elektroautos haben eine Reichweite von mehreren hundert Kilometern, bleiben aber weiterhin klar hinter Modellen mit Verbrennern zurück. Die Reichweite wird erheblich durch Fahreigenschaften, Extras wie Klimaanlage und natürlich auch die Umweltbedingungen beeinflusst. 

Das Aufladen dauert unterschiedlich lange. Hier kommt es zum einen auf die Technologie an, mit der die Elektroautos arbeiten, zum anderen spielt aber auch die Ladestation selbst eine entscheidende Rolle. So gibt es Schnellladestationen, an denen ein Elektroauto etwa nach einer halben bis einer Stunde wieder voll geladen ist und solche, bei denen es bis zu acht Stunden dauert. 

Wer also nicht das Glück hat, eine Schnellladestation in der Nähe zu haben, wird das Elektroauto für lange Überlandfahrten eher verwerfen. Trotzdem eignet sich das Elektroauto insgesamt eher für Viel- als für Wenigfahrer. Zumindest wenn man die reine Anzahl der Fahrten bedenkt. 

Im Gegensatz zu einem Auto mit Diesel- oder Benzinmotor ist ein Elektroauto nicht für den Gelegenheitseinsatz gedacht. Wird es über längere Zeit hin nicht bewegt, entlädt sich der Akku des E-Autos und das beeinträchtigt wiederum seine Lebensdauer. So bringt es nichts, das Elektroauto voll zu laden und dieses dann für zwei Wochen in die Garage zu stellen. 

Grund sind die Lithium-Ionen-Zellen, die auf die Vollladung reagieren. Wird ein Elektroauto über einen längeren Zeitraum voll beladen stehen gelassen, greift das vor allem die Zellen im Akku an. 

Deswegen ist es sinnvoll darauf zu achten, dass der Füllstand des Akkus zwischen 20 und 50 Prozent liegt, mehr sollte es nicht sein. Unter diesen Voraussetzungen kann ein E-Auto auch gerne eine Woche in der Garage stehen. 

Wichtig ist auch, dass ein Elektroauto nicht tagelang in der Ladestation gelassen wird. Auch das schadet letztlich dem Akku und belastet damit auch die Energiebilanz. Immerhin ist der Akku das Herzstück des Autos. 

Elektroauto punktet als klassisches Alltagsgefährt

Elektroauto punktet als klassisches Alltagsgefährt

Das Elektroauto ist vor allem ein Alltagsauto und für den täglichen Einsatz konzipiert. Reichweite, Ladeeigenschaften und Akkutechnologie sorgen dafür, dass es sich bei der täglichen Fahrt ins Büro oder zum Einkaufen am wohlsten fühlt. Dabei ist das E-Auto längst dafür gewappnet und bringt die technischen Voraussetzungen beispielsweise zum Pendeln mit. 

Wer nicht täglich 1000 Kilometer zurücklegt, sondern mit der modellabhängigen Reichweite bei den täglichen Fahrten auskommt, kann sich mit ruhigem Gewissen für ein E-Auto entscheiden. Die langen Ladezeiten sind dann in der Regel problemlos hinnehmbar, da hier die ohnehin vorhandenen Standzeiten während der Nacht genutzt werden. 

Gerade im regelmäßigen Gebrauch punktet das E-Auto besonders durch eine gute Energiebilanz. Gelingt es dann beispielsweise im Heimgebrauch noch auf Ökostrom auszuweichen, kann das Elektroauto tatsächlich als grüne Alternative zum Diesel- oder Benzinmotor gehandelt werden. 

Besonders attraktiv ist ein Elektroauto unter diesen Voraussetzungen übrigens für Eigenheimbesitzer, die am Haus oder in der Garage die Wallbox installieren können. Bei der Wallbox handelt es sich um einen Starkstromanschluss, der speziell für das Laden von Elektroautos installiert wird. Dadurch kann das E-Auto dann bequem daheim geladen werden und die Fahrer sind nicht auf die Ladestationen in der Umgebung angewiesen. Eine eigene Wallbox wiegt ebenso den Nachteil auf, den Elektroautos häufig in ländlichen Regionen wegen des dünnen Netzes an Ladestationen haben. Hier kann das Auto dann ganz einfach in der Nacht geladen werden.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden