50 Jahre ist es nun her, dass in Köln-Niehl erstmals der Ford Capri vom Band rollte. Der Capri war das sportlichste Auto, was bis dato in Köln gebaut wurde.

Nach 17 Jahren und 1,9 Millionen produzierten Modellen war dann Schluss. 1986 stoppte Ford die Produktion der dritten Capri-Generation. Doch die Begeisterung für das Kölner Fastback-Coupé hat seitdem nicht nachgelassen. Der Sportwagen für Jedermann hat sich zum begehrten Klassiker entwickelt. Seine Fans sind ihm bis heute treu geblieben.

Beim heutigen Capri-Treffen in den Kölner Ford-Werken sind mehr als 100 Capri-Liebhaber aus Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Italien und der Schweiz gekommen, um anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums der Ford-Ikone ihre Oldtimer auf der Teststrecke im Entwicklungszentrum in Merkenich zu zeigen.

Ford Capri 2019 in Köln

Sämtliche Baureihen waren vertreten, also auch der Capri schlechthin: der 1970 vorgestellte 2600 RS mit sechs Zylindern, Sportfahrwerk und 150 PS, dessen Tourenwagenvariante in den Folgejahren die Europäische und Deutsche Meisterschaft dominierte.

Was alle Capri-Baureihen gemeinsam haben: Ein kurzes-knackiges Hinterteil und eine langgezogene Motorhaube. Der Spitzname „Deutscher Mustang“ war naheliegend, bezog sich allerdings nicht nur auf die Optik. Der Kölner Sportwagen und das US-Original hatten auch denselben Ursprung: Denn wie schon der Ford Mustang stammte auch der Capri aus der Feder des US-Designers Philip T. Clark.       

Ford Capri 1700 GT, 1969
Ford Capri 1700 GT, 1969

Das Capri Basismodell kam 1969 für knapp 7.000 DM auf den Markt, der 2600 RS ein Jahr später für immerhin 15.800 DM. Heute werden RS-Modelle auf Gebrauchtwagenplattformen im Internet für mehr als 45.000 Euro angeboten.  

Das Highlight des Capri-Treffens war für die meisten, eine Fahrt über die Teststrecke in ihrem Ford-Capri.

Fotos: Ford