Im Jeep Wrangler JL 2.0 T-GDI (272 PS) „Rubicon“ auf die Burg – Review im Video

Kommt man im Jeep JL Wrangler (Modelljahr 2019) auf die Burg 🏰 ? Ist einer der letzten Gelände-Mohikaner der bessere SUV? Was kann die Off-Road-Version „Rubicon? Welcher Wrangler passt besser zu mir: Der „kurze“ 3-Türer oder der „lange“ Unlimited 5-Türer? Bei uns findet ihr alle wesentlichen Informationen zur modernisierten Optik, dem höheren Einstiegs-Preis, dem neuen Diesel-Motor, dem verbesserten Straßen-Fahrverhalten (dank variablem Allrad), den Ausstattungslinien, der Allrad-Technik/Geländegängigkeit. Wir sperr hen aus über die Wettbewerber und den Grund, warum man einmal im Leben einen Wrangler gefahren haben sollte. … Schaut rein, es sollte sich lohnen!

Jeep Wrangler JL 2.0 T-GDI (272 PS)

In aller Kürze: DER „Jeep“ ist auch in seiner vierten Generation (nach 1987) einen würdigen Nachfolger des legendären „Willys“. Und ist damit eines der letzten echten Offroad-Modelle auf dem Markt. Den „Wrangler“ des Modelljahres 2018 gibt’s seit September letzten Jahres, und weiterhin in einer kurzen (3-Türer) und einer langen (5-Türer) Karosserie-Variante. In Deutschland gibt es die Ausstattungslinien „Sport“, „Rubicon“ und „Sahara“. Aktuell steht neben einem 200 PS starken 2.2 Liter Diesel mit vier Zylindern auch ein 2,0-Liter-Turbo-Benziner mit 272 PS zur Wahl. Geneigte Kunden dürfen sich neuerdings zwischen drei luftigen Dachformen entscheiden. Was den Wrangler, der künftig zu einem Startpreis von 46.500 Euro zu haben ist, zu einem besseren und modernen Begleiter im Großstadt-Dschungel macht? Der variable Allradantrieb, ein 8,4-Zoll-Display in der Mittelkonsole, die Smartphone-Integration (Apple CarPlay und Android Auto) und auch die Rückfahrkamera.

Jeep Wrangler JL 2.0 T-GDI (272 PS)

Doch Jeep Fans dürfen beruhigt sein. Ihr Wrangler BLEIBT vor allem eines: Ein echter Könner im Gelände ohne dabei eine Hippster-Attitüde zu zeigen. Übrigens: Den Skilift könnte man sich mit diesem Jeep getrost sparen, denn er klettert nahezu jede Skipiste hoch unbeirrt. Und auch runter. Und wieder hoch. Und wieder runter. In unserem Test: Der Wrangler in der „Rubicon“-Variante. Sie ist die geländegängigste Version mit mechanischem Sperrdifferential an beiden Achsen. Zudem gibt es jede Version als „Unlimited“ – wie gesagt – mit langem (4.9 Meter als 5-Türer) oder kurzem (3,4 Meter als 3-Türer) Radstand. Zusätzlich sind drei Dachvarianten kombinierbar. Die Basis bildet ein Hardtop, welches im vorderen Bereich zwei herausnehmbare Elemente auszeichnet, die im Kofferraum verstaut werden können. Daneben ist ein Stoffdach zum händischen Knöpfen und Zusammenfalten orderbar. Luxuriöseste Dachvariante ist das elektrische Faltdach, das sich auch während der Fahr per Knopfdruck öffnen und schließen lässt. Es kostet ca. 1.000 Euro.

Jeep Wrangler JL 2.0 T-GDI (272 PS)

Technik: Während der eine Hebel in der Mittelkonsole für die 8-Gang Automatik von ZF ist, lässt sich über den anderen die Kraftverteilung des Antriebs steuern. Das in den Staaten „Selec-Trac“ genannte System ist in den USA optional, während es bei uns serienmäßig verbaut wird. Eine Handschaltung gibt es nicht mehr. Der Alltagsmodus wird neuerdings von einem variablen Allradantrieb abgebildet (4H Auto). Heißt: Bei normalem Betrieb treiben die hinteren beiden Räder den Wrangler an, während sich die Vorderen nur bei fehlender Traktion zuschalten. Selbstredend lässt sich der Jeep auch nur von den hinteren beiden Rädern antreiben (2H). Außerdem gibt es eine starre 50:50 (4H) Option, sowie eine kurze Geländeuntersetzung von 2,72:1 (4L).

Fahren: Der Wrangler generiert diese aus einem 2.0 Liter Benziner VierZylinder-Aggregat satte 400 Newtonmeter als maximales Drehmoment und 272 PS Leistung. Der neue Benziner klingt gut, und beschleunigt uns im 1.9 Tonnen Koloss in 7,3 Sekunden auf Tempo 100. Trotzdem zeigt er sich beim Verbrauch genügsam. 9.0 Liter werden als Normverbrauch angegeben. Letzteren haben wir auf unserer zügigen Testfahrt mit 9.4 Liter auf 100 Kilometer nur unwesentlich verfehlt. Ob der Wrangler für die Autobahn geeignet ist? Mit seiner großen Karosserie, dem hohen Luftwiderstand und der maximalen Geschwindigkeit von 180 km/h stellt er sich hier ganz okay an.

Fazit/Preis: Blöd nur, dass so viel Gloria auch einen glanzvollen Preis von mindestens von 47.000 Euro kostet (für den kurzen Wrangler „Sport“). 53.000 Euro werden für den vergleichbaren Langen fällig. Die Top-Ausstattungen „Sahara“ und „Rubicon“ kosten jeweils 3.000 Euro mehr.

Jeep Wrangler JL 2.0 T-GDI (272 PS)

Technische Daten – Jeep JL Wrangler Rubicon:

• Motor: Vierzylinder, Turbo, vorn längs • Hubraum: 1995 cm³ • Leistung: 200 kW (272 PS) bei 5200/min • max. Drehmoment: 400 Nm bei 3000/min • Antrieb: Hinterrad/Allrad, Achtstufenautomatik • L/B/H: 4237/1875/1868 mm • Leergewicht: 1894 kg • Kofferraum: 142–430 l • Preis: ab 47.000 Euro