Bereits vor zwei Jahren haben wir ausführlich über die Zusammensetzung der Unterhaltskosten für Kraftfahrzeuge berichtet, und darüber, welche Einsparmöglichkeiten dem einzelnen Autobesitzer zur Verfügung stehen. So manches Vorzeichen wird bereits beim Autokauf gesetzt. Schafft man sich einen Wagen an, der weit verbreitet ist beziehungsweise auf einer weit verbreiteten Fahrzeugplattform basiert, kann man von einem generell eher niedrigeren Unterhalt ausgehen, als bei ausgefallenen Modellen. Damit ist die Anschaffung bzw. die Entscheidungsfindung vor dem Kauf bereits der erste wichtige Faktor für die laufenden Kosten der Fahrzeughaltung.

Auf andere Faktoren wie die Kfz-Steuer hat man nur bedingt Einfluss. Während man am Steuersatz logischerweise nichts ändern kann, bleibt einem durchaus die Möglichkeit, sich für ein Automobil zu entscheiden, das aufgrund seiner Effizienzklasse und anderer Merkmale zumindest eine geringere Besteuerung erfährt. Es dürfte wohl auf der Hand liegen, dass das Halten eines Kleinstwagens mit einer anderen Aufwandsteuer belegt ist, als der Besitz eines SUV.

Einsparmöglichkeiten noch und nöcher

Einer der augenfälligsten Kostenaspekte dürfte der mehr oder weniger häufige Blick auf die Tankuhr an der Zapfsäule sein, die einem in aller Deutlichkeit den Preis für die Mobilität vor Augen führt. Nicht ganz so offensichtlich, weil eher im Hintergrund vonstatten gehend, sind die regelmäßigen Kosten für die obligatorische Versicherung des eigenen Wagens. Erst bei Durchsicht des aktuellen Kontoauszugs nimmt man davon normalerweise überhaupt Notiz. Gleichwohl existieren schon seit längerem bei beiden Haushaltsposten wachsende Einsparpotentiale, die individuelle Mobilität heutzutage erheblich günstiger machen können, als noch zur Jahrtausendwende.

Welches der unzähligen Versicherungsangebote einem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, lässt sich bereits seit einer ganzen Weile mit überschaubarem Aufwand durch gut sortierte Online-Vergleichsportale ermitteln. Auch die Entscheidung, welche Tankstelle man ansteuert, kann man gut informiert direkt vom Fahrersitz aus treffen. Längst lässt man sich einfach per Smartphone-App diejenige im Nahbereich anzeigen, die zur Stunde den niedrigsten Literpreis ausgegeben hat oder stellt sein Bordnavi darauf ein.

Zu diesen Ansätzen der Kostendeckelung hinzu getreten ist mittlerweile das Angebot an Online-Werkstätten, die es für den Autofahrer im Falle eines Defekts oder Wartungsbedarfs am Wagen so einfach wie noch nie zuvor machen, den individuell passenden Wunschtermin in einer möglichst nahegelegenen Werkstatt zu vereinbaren.

Mietsache oder Eigentum?

Natürlich gibt es sogar schon maßgeschneiderte Angebote wie Care by Volvo, die das ganze Konzept der Fahrzeughaltung von Grund auf revolutionieren. Der schwedische Autobauer reduziert damit das riesige Bündel an Kostenfaktoren rund ums Auto auf zwei einfache und damit leicht überblickbare Haushaltsposten: Die Miete, die man an Volvo entrichtet zum einen und die Ausgaben für Kraftstoff zum anderen. Ersterer umfasst alles von der Steuer über die Versicherung bis zu den Wartungskosten und verschafft damit dem Kunden den Komfort, sich um nichts davon länger kümmern zu müssen. Letzterer ist, wie schon oben genannt, per Tankstellen-App mit Leichtigkeit optimierbar.

Wer aber weiterhin am Prinzip des Eigentums an einem Kraftfahrzeug festhält – und das ist nach wie vor die Mehrheit der Nutzer – wird auf Dauer nicht umhin kommen, solche Sparpotentiale rund um die Automobilität für sich aufzutun, von denen im Zuge der sukzessiven Digitalisierung aller Lebensbereiche mehr und mehr entstehen.