Die Holzgarage: Preiswerte Alternative mit Vorteilen

Die Holzgarage: Preiswerte Alternative mit Vorteilen

Wer eine Garage plant hat die Wahl zwischen Fertiggaragen aus Beton und Stahl, gemauerten Gebäuden und Garagen aus Holz. Letztere werden als Komplett-Bausatz geliefert und sind in vielen Varianten erhältlich: als Einfach- oder Doppelgarage, mit Carport und Abstellraum, geschlossen oder mit Fenstern. Verschiedene Dachformen im klassischen oder modernen Design ermöglichen die unauffällige Anpassung an den Stil des Wohnhauses, doch kann ein individueller Farbanstrich oder ein außergewöhnliches Dach die Garage auch zum „Hingucker“ machen. Mit welchen Vorteilen die zunehmend beliebten Holzgaragen neben der Optik punkten können, haben wir uns genauer angeschaut.

Das Naturmaterial Holz: langlebig, stabil und atmungsaktiv

Dass Holz für eine Garage nicht stabil genug sei, ist ein altes Vorurteil, das die vielen Nutzungsjahre zigtausender Holzgaragen nicht bestätigt haben. Hochwertiges Holz wie z.B. langsam wachsendes Fichtenholz aus dem kühlen Klima nördlicher Länder verfügt von Natur aus über hohe Stabilität und Robustheit. Wandstärken von 40 bis 70 Millimeter und die Blockbohlen- Bauweise im Nut- und Federsystem kommen hinzu und machen die Garagen äußerst standfest und winddicht.

Speziell für Garagen bietet Holz einen Vorteil, bei dem andere Materialien nicht mithalten können: Es „atmet“, reguliert Feuchtigkeit und gleicht Temperaturen aus. Das bedeutet in der Praxis: Wer nach einem Regentag das Auto nass in die Garage stellt, wird am Tag darauf keine tropische Atmosphäre und Kondenswasser schwitzende Wände vorfinden, sondern nur einen gut getrockneten Wagen.

Als nachwachsendes Naturmaterial ist Holz zu alledem eine umweltfreundliche Alternative mit positiver CO2-Bilanz. Die Holzgarage kann auch umweltfreundlich entsorgt werden, was bei guter Pflege allerdings erst nach Jahrzehnten der Fall sein dürfte.
Holzgaragen als Bausatz: leicht aufzubauen, preiswert und flexibel
Garagen aus Holz werden als Komplettbausatz mit allen erforderlichen Montagematerialien geliefert. Der jeweils mitgelieferte Aufbauplan macht es möglich, die Garage in kurzer Zeit selbst aufzubauen ohne Handwerker bemühen zu müssen. Hersteller wie z.B. die Gartenhausfabrik bieten gegen Aufpreis aber auch einen hauseigenen Montageservice an und nehmen Modell-Änderungen vor bis hin zur individuellen Garage nach Maß.
Gegenüber den Fertiggaragen aus Beton ist eine Holzgarage als Bausatz deutlich günstiger. Je nach Größe beträgt die Ersparnis bis zu 50 Prozent und mehr. Auch in der Flexibilität ist die Holzgarage anderen Garagen-Typen überlegen, denn sie lässt sich leicht umbauen und erweitern. Ein Schuppen als Anbau, das zusätzliches Fenster, die nachträgliche Umnutzung mit Zwischenwand oder ein vorgezogenes Dach – mit Holz und ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich das alles gut machen, ebenso der Rückbau und Aufbau an anderer Stelle.

Kombi-Modelle ermöglichen zusätzliche Nutzungen

Einzel- und Doppelgaragen mit und ohne Carport tun ihren guten Dienst als Garage und Unterstellplatz. Moderne Holzgaragen ermöglichen aber auch zusätzliche und gänzlich andere Nutzungen. So manche Garage beherbergt kein Auto, sondern dient als Werkstatt und Hobbyraum, wofür sich besonders Modelle mit Fenstern gut eignen. Auch zum Unterbringen von Gartenmöbeln, Sportausrüstungen und Fahrrädern, sowie für die Lagerung von Brennholz, Autoreifen und Gartengerätschaften wird der Platz in der Garage genutzt.
Um diesem Bedarf entgegen zu kommen, bietet der Markt heute neben den klassischen Formen auch Holzgaragen und Carports mit Abstellraum an. Vielfach wird auch eine Doppelgarage für diese Zwecke genutzt, mit und ohne Zwischenwand. Die Vielfalt der angebotenen Modelle ist groß, auch ungewöhnliche Varianten mit Doppelstufendach und Oberlichtern sind erhältlich.

Die Holzgarage: Preiswerte Alternative mit Vorteilen

Nachteile? Gute Pflege erhält die Optik

Ob die Pflege einer Holzgarage als Nachteil empfunden wird, ist individuell verschieden. Fakt ist, dass das Naturmaterial Holz gegen die Einflüsse der Witterung geschützt werden muss. Imprägnierung und eine schöne Lasur oder ein Farbanstrich müssen sein, werden jedoch von manchen Herstellern auch schon „ab Werk“ in verschiedenen Varianten angeboten.

Alle paar Jahre muss der Anstrich der Holzgarage erneuert werden, bzw. immer dann, wenn sich Abnutzungserscheinungen zeigen. Wann das der Fall sein wird, ist abhängig von der Witterung, dem Standort und weiteren lokalen Faktoren. Ein Verblassen der Farbe oder ein leichter Moosansatz in feuchten Gegenden sind typische Anzeichen, dass die Zeit für einen neuen Anstrich gekommen ist. Solche Alterserscheinungen sind in aller Regel aber nur Schönheitsfehler, die die Funktionalität der Holzgarage noch lange nicht beeinträchtigen.

Ein weiterer Punkt: Die atmungsaktiven und Temperaturen ausgleichenden Eigenschaften des Holzes bringen es mit sich, dass Holzgaragen sich unter praller Sonne aufheizen. Wer das als störend empfindet, kann das Dach gleich beim Aufbau dämmen, um dem entgegen zu wirken.

Alles in allem spricht vieles für und nur wenig gegen die Holzgarage – eine preiswerte und vielseitige Alternative neben den gängigen Varianten aus Stahl und Beton.

Fotos: Gartenhausfabrik