Mit einem Einbruch von satten 37,7 Prozent im März 2020 kam der deutsche Pkw-Markt im europäischen Vergleich noch relativ gut weg. Doch wo und wie hat sich dieser systemrelevante Wirtschaftszweig exakt verändert? Die Experten von Dataforce haben die unterschiedlichen Verkaufskanäle analysiert.
Die deutlichsten Auswirkungen hat die Coronakrise demnach auf die Autovermieter, deren Zulassungen um 57,4 Prozent zurückgingen. „Infolge der Kontaktbeschränkungen aber auch der Befürchtung potenzieller Kunden, sich möglicherweise in einem Mietwagen anzustecken, wird es wohl in den nächsten Monaten kaum noch Buchungen geben“, so die Analysten.

Auch im Fahrzeughandel gaben die Neuzulassungen mit minus 52,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat sehr deutlich nach. Erschwerend kam hinzu, dass die Händler wegen der Schließung vieler Zulassungsstellen nicht wie sonst üblich zum Monatsende ihre Bilanz durch taktische Zulassungen verbessern konnten.

Etwas besser lief der letzte Monat im Flottenmarkt. Der Rückgang um 22,3 Prozent im März dürfte laut Dataforce hauptsächlich auf Probleme bei Verfügbarkeit und Zulassung von Firmenwagen zurückzuführen sein.

Beim Privatmarkt gab es einen Rückgang um 34,4 Prozent. „Da die meisten im März zugelassenen Pkw schon Monate zuvor bestellt und produziert worden sein dürften, liegt wohl auch hier die Hauptursache in geschlossenen Showrooms und Zulassungsstellen“, so die Marktbeobachter. Der eigentliche Nachfragerückgang werde erst in den nächsten Monaten sichtbar werden. mid