Tipps & Tricks rund um das Wunschkennzeichen

Die Kombination von wenigen Buchstaben und Zahlen hat für Millionen Deutsche eine wichtige
Bedeutung. Die Rede ist von individuellen KFZ-Kennzeichen, mit denen viele Menschen ihr
Fahrzeug personalisieren. Doch neben der Auswahl ist auch der Weg zum Wunschkennzeichen
nicht immer einfach, deshalb finden Sie hier einen Ratgeber mit wertvollen Tipps und interessanten
Informationen rund um das personalisierte Kennzeichen und wie Sie es in kurzer Zeit bekommen.

Die Anmeldung des Wunschkennzeichens

Beim Kauf eines neuen Fahrzeuges muss dieses in einer Zulassungsstelle angemeldet werden. Wenn
Sie endlich zu einem Mitarbeiter der gut-besuchten staatlichen Stellen durchgedrungen sind, können
Sie hier sogleich Ihr personalisiertes Kennzeichen anfordern und auf Verfügbarkeit überprüfen
lassen. Wenn Sie einen Gebrauchtwagen gekauft haben, das alte Kennzeichen jedoch austauschen
wollen, können Sie bei der Ummeldung des Fahrzeuges ebenso das Kennzeichen ändern lassen.

Zeit sparen mit einer Online-Reservierung

Seit einigen Jahren ist es möglich, das Wunschkennzeichen im Internet auf Verfügbarkeit
überprüfen zu lassen und dieses sogleich zu reservieren. Die Anlaufstellen für die personalisierten
Kennzeichen unterscheiden sich hierbei untereinander, denn jede Landesbehörde handelt nach
anderen Vorschriften.

In Hamburg werden Wunschkennzeichen beispielsweise in der Regel nur für 14 Tage reserviert,
eine Verlängerung kann durch eine höhere Zahlung gewährleistet werden. In Berlin indessen
werden Wunschkennzeichen für zwei Monate reserviert, danach verfällt der Anspruch auf die
Kombination und muss neu beantragt werden.

Nach der Online-Reservierung bleibt der Gang auf die Zulassungsstelle bedauerlicherweise nicht
aus, denn die Formalitäten müssen derzeit noch direkt am Schalter erledigt werden. Vor dem
Besuch der Zulassungsstelle ist eine Sache unabdinglich: Es muss eine Versicherung kontaktiert
werden, um eine eVB-Nummer zu erhalten. Ohne die elektronische Versicherungsbestätigung kann
die Zulassungsstelle kein Fahrzeug an- oder ummelden. Ein Anruf bei der eigenen KFZVersicherung
oder die Inanspruchnahme von Internetdiensten genügt, um die benötigte Nummer zu
erhalten.

Preis des Wunschkennzeichens

In Deutschland sind bei der Reservierung des eigenen Kennzeichens nur die Kosten geregelt. Für
den Anspruch am Kennzeichen werden bundesweit 10,20 Euro verrechnet. Bei einer Vorbestellung
über das Internet werden zuzüglich 2,60 Euro verlangt. Bezahlt wird der Gesamtbetrag meist in bar
bei der Zulassungsstelle, es ist jedoch auch möglich, den Betrag mit Bankomatkarte oder per
Sofortüberweisung zu entrichten. Zusätzliche Kosten entstehen bei der Verlängerung der
Reservierung, in den meisten Ländern ist dies bis zu viermal hintereinander möglich. In Hamburg
kostet jene Verlängerung beispielsweise 10,- Euro.

Zeit für ein neues Auto – Kennzeichen ummelden

Schon zwei Jahre lang können Autofahrer bares Geld und wertvolle Zeit sparen. Seit 2015
ermöglicht die Gesetzgebung das KFZ-Kennzeichen an den neuen Wohnort mitzunehmen. Dies gilt
selbstverständlich ebenso für individuelle Wunschkennzeichen. Bei einem Fahrzeugwechsel kann
das Kennzeichen auch umgemeldet werden. Hier sind die gleichen Gebühren für die Reservierung
wie beim Wunschkennzeichen zu zahlen. Die eigene Kombination kann jedoch auch verloren
werden: Sollten Sie mit Ihrem Wunschkennzeichen umziehen und es danach für einen Neuwagen
verwenden wollen, muss die Abkürzung der neuen Gemeinde übernommen werden.

Die Bedeutung beliebter Kombinationen

Wunschkennzeichen können aus unzähligen unterschiedlichen Kombinationen bestehen. Häufig
kommen die Initialen des Fahrers verbunden mit dem Geburtsdatum oder -jahr zum Einsatz. Die
meisten Firmen mit eigenem Fuhrpark verwenden einheitliche Kennzeichen, um die Fahrzeugflotte
besser einteilen zu können.

Bei Abkürzungen ist jedoch Vorsicht geboten, denn gewisse Wörter und Kombinationen sind in
Deutschland und vielen Nachbarländern nicht erlaubt. Die Kombination darf neuerdings nicht mehr
aus Abkürzungen bestehen, die durch das Verbotsgesetz geregelt sind. Dies betrifft unter anderem
die Zahlen 88 und 18 sowie die Kombinationen HH, AH, HJ, SA oder SS. Neben den bundesweiten
Sperren können die Länder selbstständig entscheiden, welche Wunschkennzeichen in Ordnung sind.
So wurden unter anderem bereits die Wörter BULLE, SAU oder IS auf Anfrage verweigert.