Ausgerechnet die Bestseller Golf und Tiguan gehören zu den Modellen von VW, für die es zum Stichtag 1. September noch keine Zertifizierung nach dem neuen Prüfzyklus WLTP gibt. Das Fachmagazin „kfz-betrieb“ zitiert VW-Marketing- und Vertriebsleiter Thomas Zahn mit den Worten: „Leider werden sie jetzt nicht pünktlich fertig.“

Die Konsequenz: Wer aktuell einen Golf oder einen Tiguan bestellen will, muss sich gedulden, bis die Freigabe vorliegt. Erst dann erhält er vom Händler exakte Angaben zur Lieferzeit. Zahn rechnet allerdings damit, „schon in den nächsten Tagen“ einige Zertifizierungen von den Behörden zu erhalten.

Doch welche Modelle die betreffen, ist noch völlig offen. Insgesamt liegen laut „kfz-betrieb“ aktuell nur für sieben der insgesamt 14 Baureihen Zertifizierungen vor. Was allerdings nicht bedeutet, dass bereits die Hälfe der VW-Palette zum Verkauf freigegeben ist. Denn im neuen Zyklus werden auch Sonderausstattungen berücksichtigt. Und alleine beim Golf gibt es Zahn zufolge beispielsweise rund zwei Millionen Kombinationsmöglichkeiten.

Grünes Licht gibt es für einige Varianten von Up, Polo, T-Roc, Passat (Variant und Limousine), Arteon und Touareg. Plug-in-Hybride werden laut Zahn erst 2019 wieder bestellbar sein, bei Erdgas-Autos soll es noch in diesem Jahr klappen. Alles in allem hofft man in Wolfsburg darauf „in rund drei Monaten wieder nah an der vollen Verfügbarkeit“ zu sein.