Da werden Toyota und GM vermutlich kurz zusammenzucken: Volkswagen und Tata haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart – in erster Linie in Bezug auf den indischen Markt. Die beiden Schwergewichte auf der internationalen Autobühne wollen künftig bei der Entwicklung von Fahrzeugkomponenten und sogar kompletten Fahrzeugkonzepten kooperieren und ihre Expertise bündeln. Das haben Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Bernhard Maier, Vorstandsvorsitzender von Skoda Auto und Günther Butschek, CEO und Managing Director von Tata Motors Ltd., in einem „Memorandum of Understanding“ (MoU) erklärt. Das Ziel ist also kein Zusammenschluss – bei dem sicher auch die Experten von Kartellbehörden weltweit einen steifen Nacken bekämen -, sondern eher eine „Elefantenhochzeit light“.

Skoda übernimmt bei dem Projekt die Verantwortung und wird nun in einem ersten Schritt unter anderem die Nutzung spezifischer Marktkenntnisse und die lokale Entwicklungs-Expertise prüfen. Langfristig wolle Volkswagen sein Portfolio in den schnell wachsenden Märkten weiter ausbauen und die Voraussetzungen schaffen, „um kundenadäquate Mobilitätslösungen auch für die neuen, schnell wachsenden Automobilmärkte anbieten zu können“, wie es Matthias Müller ausdrückt. „Wir sind überzeugt, dass durch diese Zusammenarbeit beide Unternehmen von den Stärken des jeweils anderen profitieren werden, indem wir Synergien schaffen sowie innovative und smarte Lösungen für Indien und die Überseemärkte entwickeln“, sagt Günter Butschek. mid