Zwischenbilanz zur E-Auto-Prämie: Die Deutschen nehmen die Förderprämie beim Kauf eines Elektroautos oder Plug-in-Hybriden nur sehr zögerlich in Anspruch. Gerade einmal 9.023 Anträge sind beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingegangen – der Fördertopf aber hätte für mehr als 30 Mal so viele gereicht. Jeweils knapp die Hälfte entfällt auf Privatpersonen (4.403) und Unternehmen (4.461), der Rest verteilt sich auf Stiftungen, Körperschaften, Vereine und kommunale Einrichtungen. 5.129 reine E-Autos, 3.892 Hybride und nur zwei Autos mit Brennstoffzelle stehen in den Auftragsbüchern des Bafa.

Am meisten profitiert bisher BMW von der bis zu 4.000 Euro betragenden Prämie. Die Münchner führen das Hersteller-Ranking der geförderten Fahrzeuge mit 2.592 Anträgen klar an. Dahinter folgen Renault (1.658), Audi (1.188), VW (887) und Mitsubishi (804). Bestseller ist der BMW i3 mit 1.567 Fahrzeugen, dahinter platzieren sich der Renault Zoe (1.550) das einzige Audi-Modell A3 (1.188).Renault ZOEAuch im Vergleich der Bundesländer gehen die Zahlen weit auseinander: Auf Bayern entfallen 2.232 Anträge, auf Baden-Württemberg 1.743 und auf Nordrhein-Westfalen 1.524. Dahinter klafft eine gewaltige Lücke. Niedersachsen kommt mit 856 Anträgen auf Rang vier, gefolgt von Hessen (695) und Rheinland-Pfalz (378). Am wenigsten Interesse zeigen Bremer (56) und Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern (57). Ein einziger Antrag – für einen Plug-in-Hybriden – kam aus dem Ausland, obwohl das Fahrzeug in Deutschland erstmalig zugelassen werden muss, um förderungsfähig zu sein. mid