Der Subaru Forester ist für Subaru das Brot-und-Butter-Auto. Denn rund die Hälfte der Subaru Verkäufe entfallen auf den alltagstauglichen Allradler.

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Selbst wenn der Waldmeister kein klassischer Off-Roader ist, überzeugt er auch im Gelände. Sein auf befestigte Straßen ausgelegtes Fahrverhalten macht ihn in Kombination mit der guten Übersicht und dem überdurchschnittlichen Raumangebot (allein 505 Liter Gepäckraumvolumen) zum beliebten SUV vor allem dort, wo der Allradantrieb geschätzt wird.

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Neues 7-Zoll-Touch-Screen-Modul

Um die Alltagstauglichkeit weiter zu erhöhen, hat Subaru den hierzulande besonders beliebten Dieselantrieb nun optional mit einem Automatikgetriebe kombiniert. Zudem erhält der robuste Japaner ein neues 7-Zoll-Touch-Screen-Audio-Navi-Modul, das wie moderne Smartphones per Wisch-Technik und auch mit Sprachansagen bedient werden kann. Mit dem Navigationssystem war ich auf meinen Testfahrten jedoch nicht ganz zufrieden.

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Die akustischen Ansagen kamen zu kurz vor der geforderten Aktion, das machte das Navigieren nicht direkt zielführend. Aber ich denke, wenn man sich daran gewöhnt hat, nutzt man stärker die rechtzeitiger erscheinende optische Anzeige. Schwierig fand ich das Zoomen der Landkarte, denn bald nach dem erfolgten Zoomen sprang die Darstellung wieder auf den Ursprungszustand zurück.

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Euro 6 Boxer Diesel mit Automatikgetriebe

Die Boxer Motoren zeichnet bekanntlich ihre flache und kompakte Bauweise aus, so auch im Forester. Das verleiht dem Motor und damit dem gesamten Fahrzeug einen niedrigeren Schwerpunkt, was insbesondere einem hoch bauenden SUV zu mehr Ausgewogenheit im Fahrverhalten verhilft. 108 kW bzw. 147 PS leistet der 2-Liter-Dieselmotor maximal, dann stehen 350 Newtonmeter bereit.

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Subaru gibt für den Forester in Kombination mit dem „Lineartronic“ genannten stufenlosen, aber in 7-Stufen unterteiltes, Automatikgetriebe einen Normmixverbrauch von 6,3 Liter an. Wenn ich auf meinen Testfahrten im schönen Kleinwalsertal zurückhaltend und vorausschauend unterwegs war, entstand ein angenehmer, kontinuierlicher Vortrieb und ich konnte den Normverbrauchswert nahezu einhalten. Das ist selten, und für ein solch großes Automobil ein richtig guter Wert. Allzu sportlichen Betrieb, der auf heiße Sprints ausgerichtet ist, mag die „Lineartronic“ indes nicht wirklich.

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Wer auf „Kick-down“ setzt, der wird nicht wirklich mit flotter Beschleunigung belohnt. Allerdings steigt der Verbrauch dann signifikant an und erreicht flugs runde 9 Liter auf 100 Kilometer. Mein Tipp: Wer es hin und wieder knackig mag, der sollte die im Grundpreis enthaltenen Schaltpaddel ausgiebig einsetzen; das hilft der Beschleunigung und der Ausgewogenheit. Wer mehr Leistung möchte, der kann sich den rund 100 PS stärkeren Turbo-Boxer gönnen, dem in Kombination mit der Lineartronic ein durchschnittlicher Normverbrauch von 8,5 Liter Super-Benzin auf 100 Kilometer zugeschrieben wird.

Was mir noch aufgefallen ist? Mein nagelneuer Forester roch unangenehm nach Kunststoffausdünstungen. Mag sein und bleibt zu hoffen, dass das bald verfliegt. Das schöne große Schiebedach lässt sich zwar weit aufschieben, eine Aufstellfunktion gibt es aber nicht. Die Sitze des Forester belasteten meine Rücken nicht, ich empfand eine ergonomisch günstige Sitzposition. Die aufpreispflichtige Lederhaut der Forester-Sitze fühlte sich wie Kunstleder an. Für Nutzer von Anhängern wichtig: Der Forester kann Anhängelasten (maximal 12 Prozent Steigung) bis zu 2.000 Kilogramm ziehen.

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Preise und Fazit

Den Forester mit dem 147-PS-Dieselantrieb und Lineartronic gibt es ab 32.200 Euro. Mein wirklich üppig ausgestatteter Testwagen verlangte dann aber schon 41.343 Euro. Beachtlich, weil werterhaltend wirkt sich die 5-Jahresgarantie (bis maximal 160.00 km) des Forester aus. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit habe ich mich am Ende ganz gut mit meinem Forester vertragen. Ich möchte ihn gern mal länger fahren. Vielleicht werden wir dann ja noch richtig gute Freunde.