Verkehrslärm ist nicht nur lästig, sondern gesundheitsgefährdend. Rund 4.000 Herzinfarkte jährlich in Deutschland sind darauf zurückzuführen, das hat das Umweltbundesamt (UBA) ermittelt. Und aktuellen Studien aus der Schweiz zufolge soll er auch den Insulinstoffwechsel negativ beeinflussen und so Diabetes auslösen können. Doch was tun gegen diese Belastungen?

Generell stört oder belästigen die Geräusche von den Straßen deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen, nämlich 76 Prozent. Doch eine generelle Regelung zum Schutz vor Straßenverkehrslärm gibt es nicht, so das UBA. Und was verursacht konkret den Straßenlärm? Im Wesentlichen seien Verkehrsstärke und Lärmemissionen der Fahrzeuge bestimmend, erklärt das Umweltbundesamt. Der Lärm gehe hauptsächlich von Motor, Ansaug- und Abgastrakt und Getriebe aus, dazu kommen noch die Rollgeräusche der Reifen, heißt es. Technische Maßnahmen zur Verminderung von Fahrzeuglärm sind etwa die Konstruktion und Kapselung der Motoren – besonders bei Bussen und Lkw.

Doch der beste Lärm ist der, der nicht mühsam gedämpft werden muss, sondern der erst gar nicht erzeugt wird – etwa durch den Umstieg auf umweltschonendere Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus, Straßenbahn oder Bahn. Aber auch jeder Kraftfahrer könne zur Reduktion von Verkehrslärm beitragen, so das Goslar Institut: „Indem man Fahrzeugmotoren nicht unnötig laufen lässt und unnötiges Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften sowie unnötiges Beschleunigen der Fahrzeuge vermeidet.“