Der neue Skoda Kodiaq, wie er aussieht, was er technisch drauf hat, wie sein Interieur anmutet, wann er auf den Markt kommt und was er kosten soll? – Der-Autotester präsentiert das neue tschechische SUV von der statischen Weltpremiere aus dem Industriedenkmal Kraftwerk in Berlin. Dabei basiert der Kodiaq, genauso wie die 7-sitzige Variante des VW Tiguan, auf dem modularen Querbaukasten des VW-Konzerns. Er bietet deshalb ebenfalls Platz für bis zu 7 Personen, ist 4,70 Meter lang und soll den größten Kofferraum seiner Klasse mitbringen. Sein Name entstammt den Kodiakbären, die auf einer Insel vor Alaska leben. Dabei hat das Tiguan-Derivat viele Gemeinsamkeiten mit den Bären. Zum Beispiel Größe, Kraft und Familiensinn. Und gefallen das eigenständige Design, die  „Simply-Clever“-Lösungen und die modernen technischen Features, die der VW-Konzern im Kodiaq realisiert.

IMG14212__PM2283_20160902Karosserie und Exterieur Design

Betrachtet man das Äußere des Kodiaq, so erkennt man tatsächlich einen bärig-kantigen Look, der kubisch gehalten ist. Oder um es mit den Worten des Skoda Chefdesigners Jozef Kabaň zu sagen: „Der Skoda Kodiaq soll wie ein Glas Wasser sein, das man jeden Tag trinken kann“. Mit 4.70 Metern Länge, 1.88 Metern breite und 1.67 Metern Höhe bewegt er sich auch tatsächlich am äußeren Rand der kompakten SUV Klasse. Dieses Größenkonzept hat Skoda bei anderen Modellen bereits Erfolg gebracht. Die Leichtbau Karosserie besteht aus formgehärteten Blechen und soll einen cW-Wert von nur 0,33 erzielen. Dabei wird die front-getriebene Variante des Bären leer lediglich 1.452 Kilogramm und die Allradversion 1.540 Kilogramm wiegen. Klare Formen, scharf gezeichnete Kanten und ein Gesicht, das in die Skoda-Familie passt. Der Kodiaq reiht sich nahtlos in die neue Formsprache der Marke ein. Das ist im Detail eine markante, stark unterschnittene Schulterlinie, eine charakteristische Front mit breitem dreidimensionalem Kühlergrill und flachen, keilförmigen Scheinwerfern. Sie bilden ein Vier-Augen Gesicht. Von der seitlichen Ansicht ist der lange Radstand mit kurzen Überhängen erkennbar. Außerdem spenden die leicht eckigen Radhäuser Charakter und Robustheit. Die serienmäßigen LED-Rückleuchten sind in der Skoda typischen C-Grafik gehalten. Geneigte Kunden werden künftig aus 14 Lackierungen – vier Uni- und zehn Metallic-Farben – wählen können. Die Optik der Anbauteile wird zwischen drei Ausstattungslinien Active, Ambition und Style variieren. Skoda KODIAQ CockpitInterieur und Gepäckraumvolumen 
Obwohl der Kodiaq nur 40 Millimeter länger ist als der Oktavia, bietet der kompakte SUV einen für das Segment erstaunlich großen Innenraum. So beträgt die Innenraumlänge des großen SUV 1.793 mm, die Ellbogenfreiheit vorn 1.527 mm und hinten 1.510 mm. Der Kopfraum misst vorne 1.020 mm und hinten 1.014 mm. Die Kniefreiheit im Fond beträgt bis zu 104 mm. Das bedeutet, dass der Bär im Innern ziemlich geräumig ist. Selbst Grossgewachsene können im Fond bequem und komfortabel Sitzen. Lediglich die bei der 7-Sitzigen Variante sollte man wissen, dass die beiden hinteren Sitze nur als Notsitze für Kinder gedacht sein können. Klar, wie man es von Skoda nicht anders erwartet gibt es ausreichend Ablagefächer und Stauflächen. Das Design im Innenraum ist in robuster dreidimensionaler Vertikalität gehalten. Vier große Luftdüsen, ein großes Display, und eine halb-Digitale, klar strukturierte Instrumententafel sind charakteristisch für das Cockpit. Eine Drei-Zonen-Climatronic ist genauso optional, wie ein beheizbares Lenkrad oder belüftete Sitze. Die Ambientebeleuchtung (gegen Aufpreis) in den Türleisten gefällt ebenso wie du gute Verarbeitungsqualität, Materialauswahl und Haptik des gesamten Innenraums. Die Dekorflächen sind in 5 Varianten erhältlich. Mit 720 bis 2.065 l (bei umgeklappter Rücksitzbank) Volumen bietet der Kodiaq den größten Gepäckraum seiner Klasse. Wer den Beifahrersitz mit klappbarer Lehne ordert, bekommt selbst  Gegenstände bis zu 2,80 Meter  Länge in das SUV. Optional wird der Gepäckraum über eine elektrische Heckklappe zugänglich sein, die auch via Fussgesten-Steuerung bedienbar ist.
KODIAQInfotainment, Skoda Connect und „Simply Clever“ Lösungen
Das Infotainment-System „Swing“ mit einem 6,5 Zoll großen Touchscreen Display gehört zur Serienausstattung. Es lässt sich mit einer Bluetooth Anbindung für das Smartphone und Skoda Smartlink ergänzen. Durch Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLink ist dann jedes Smartphone koppelbar. Das optional erhältliche Infotainment-System „Bolero“ beinhaltet einen 8,0-Zoll-Touchscreen inklusive der Funktion In-Car-Communication (ICC) mit. Das Navigations-Infotainmentsystem „Amundsen“ erweitert die Fähigkeiten des Systems „Bolero“ um eine Navigationsfunktion. Gegen Mehrpreis gibt es auch einen W-Lan Hotspot im Kodiaq. Interessant ist auch das „Infotainment Online“. Es umfasst eine Online Traffic Information, die den Verkehrsfluss auf der gewählten Route in Echtzeit anzeigt. Der Dienst Google Earth (für das System „Columbus“ verfügbar), er bettet den Streckenverlauf in die topografischen Ansichten von Google ein, Google Street View (ebenfalls für das System „Columbus“ verfügbar) zeigt die Straßenansicht des Ziels. Zu einer neuen Simply Clever Lösung zählt der Türkantenschutz: Dieser fährt dank vorgespannter Federn beim Öffnen der Tür selbsttätig aus und verhindert, dass die Metallkante der Tür in Kontakt mit der Garagenwand oder dem daneben stehenden Auto kommt. Beim Schließen der Tür klappt die Leiste von selbst wieder ein. Sie verhindert so Kratzer und Beulen am eigenen und auch am benachbarten Fahrzeug.
Motoren und Antrieb
Zum Marktstart stehen 5 Motoren zur Auswahl. Das werden Zwei Diesel und drei Benzin Aggregate von 125 PS bis 190 PS sein. Sie sollen alle mit Start-Stopp System und Bremsenergie Rückgewinnung ausgestattet sein. Der 2,0 TDI steht in zwei Stufen zur Wahl. Das ist zum einen eine 110 kW (150 PS) Variante und zum anderen eine 140 kW (190 PS) Topversion. Der kleine Diesel soll sich auf 100 km im Mittel mit 5,0 Liter Diesel auf 100 Kilometer  begnügen. Der große Diesel soll in 8,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und bis 210 km/h Spitze fahren. Ein 1,4 Liter Benziner bilden mit Vierzylindern sind in der Basisversion mit 92 kW (125 PS) und einem Verbrauch von 6,0 l pro 100 km erhältlich. In der stärkeren Version bietet der 1,4-Liter 110 kW (150 PS). Der 2,0 TSI ist der Top-Benziner. Er wird eine Leistung von 132 kW (180 PS) haben und dabei ein max. Drehmoment von 320 Nm erreichen. Die Kraftübertragung erfolgt im Kodiaq wahlweise über ein automatisches 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Es wird je nach Motorisierung auch mit 6 Gängen angeboten. Zudem ist ein manuelles 6-Gang Schaltgetriebe wählbar. Diese Antriebsarten sind je nach Motor dann wiederum mit Allrad oder Frontantrieb kombinierbar.
KODIAQFazit
Der Marktstart des Skoda Kodiaq soll im März 2017 sein. Der Basispreis für den tschechischen Bären wird mit dem 1.4 Liter Benziner, Handschaltung und ohne viel Komfort bei etwa 25.000 Euro liegen. Wer auf etwas Ausstattung nicht verzichten mag, dem wird es allerdings ein Leichtes sein, den Preis in die Höhe zu treiben. Nichtsdestoweniger sind wir überzeugt von der gelungenen Optik, dem cleveren Konzept und der Alltagstauglichkeit des neuen Bären. Und wir sind sicher, dass er zahlreiche Kunden in seinen Bann ziehen und die Skoda Erfolgsgeschichte fortführen wird. Und wir freuen wir uns darauf, den Bären bald das erste mal fahren zu dürfen, um hier berichten zu können.