Mit dem Range Rover Velar möchte die britische Nobelmarke zwar weiterhin auch geländetauglich sein, im Fokus steht aber der coole Auftritt. Das reduzierte, kühle und sportliche Design der 4. Range Rover Modell-Reihe soll Kunden ansprechen, die bisher einen Porsche Macan oder einen BMW X4/X6 ins Auge gefasst haben. Wie seine Wettbewerber kommt der Velar geduckter daher. Range Rover Velar SEDie auffällig glatte Karosse erinnert an eine wohl geformte Skulptur, bleibt dabei aber auf Anhieb als Range Rover zu erkennen.

Range Rover Velar SE, Nina WeizeneckerAuch im Innenraum setzt sich die klare Linienführung mit dem ästhetisch-kühlen Design fort. Alle Materialien scheinen perfekt aufeinander abgestimmt. Der matte Glanz der metallischen Oberflächen wird konsequent durchgezogen. Hochwertig erscheint auch die Anmutung des neuen Touch-Bildschirms, der mittig positioniert ist.

Sein Anstellwinkel kann je nach Sonneneinstrahlung verändert werden, damit der Screen stets gut ablesbar bleibt. Die Touch-Bedienung wird ergänzt durch zwei Dreh-/Drück-Räder, die je nach verwendetem Menü-Punkt unterschiedliche Funktion zugeordnet wird. Wir haben die Bedienung während der Testfahrten ausführlich unter die Lupe genommen und den Daumen am Ende klar nach oben gehoben. Warum? Weil uns schon nach wenigen Minuten intuitiv klar geworden ist, wie dieses System funktioniert. Unser Testwagen ist mit einem Massage-System ausgestattet, das dem geplagten Rücken auf langer Fahrt gut tut. Schade nur, dass sich das System schon nach wenigen Minuten abschaltet und wieder neu aktiviert werden muss.

Die Preise für den Velar starten bei rund 56.000 Euro (180 PS). Wer sich beim Stöbern in der verlockenden Aufpreisliste Mühe gibt, kann gut und gerne auch den doppelten Preis erreichen. Unser Testwagen ist mit dem 2-Liter-D240 Motor und Automatikgetriebe (Serie) ausgestattet, den es ab 60.000 Euro gibt. In der von uns gefahrenen, umfangreichen SE-Ausstattung sind allerdings schon mindestens 70.380 Euro fällig. Range Rover Velar SE, Nina WeizeneckerAuf unseren Testfahrten hat der 240 PS (177 kW) leistende 4-Zylinder-Twin-Turbo-Diesel im Velar runde 8 Liter Diesel genommen. Range Rover gibt 6,5 Liter als kombinierten Norm-Wert an. 240 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment passen in meinen Augen bestens zum Velar. In 7,4 Sekunden erreicht man aus dem Stand Tempo 100. Vmax liegt bei 217 Stundenkilometern. Das Fahrverhalten des im Vergleich zum Range Rover Sport niedriger aufbauenden Velar ist tadellos. Wobei ich das Fahrwerk eher als komfortabel denn als sportlich abgestimmt sehen würde.

Unser Testwagen war – unter anderem – mit der empfehlenswerten Luftfederung versehen. Sie macht den Velar noch vielseitiger und besser abstimmbar auf Asphalt, wie auf das raue Geläuf.

Fazit: Was für ein schönes Auto! Wer sportliche SUVs mag, klare Formen und reduzierte Gestaltung schätzt, der wird den Velar lieben. Im Vergleich mit dem Porsche Macan ist das Fahrwerk des Velar weniger sportlich abgestimmt. Beim Briten dominiert das SUV Feeling mit großem Raumangebot.

Technische Daten

Range Rover Velar D240 AWD SE

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,80 x 2,03 (mit Spiegeln 2,15) x 1,67
Radstand (m): 2,87
Motor: 2.0 Liter, Reihen 4-Zylinder – Diesel, 1.999 ccm
Leistung: 177 kW / 240 PS bei 4000 U/min
Max. Drehmoment: 500 Nm von 1500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 217 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 7,4 Sek.
Kraftstoffverbrauch (NEFZ): 6,5 l/100 km (EU6)
CO2-Emissionen: 174 – 164 g/km
Leergewicht (DIN) / Zuladung: min. 1911 kg / max. 599 kg
Anhängelast (max./12 %): 2500 kg
Gepäckraum: 673–1731 Liter
Bodenfreiheit: max. 251 mm
Wattiefe: max. 650 mm
Böschungs-Rampenwinkel. v/h: 29/30/24 Grad
Wendekreis: 11,6 m
Luftwiderstandsbeiwert: 0,35
Basispreis: ab 60.000 Euro
Testwagenpreis: 70.380 EuroRange Rover Velar SE