Porsche setzt beim Thema „Mobilität“ nicht nur auf schöne und schnelle Sportwagen. Auch der „Kollege“ Roboter hat es den Schwaben angetan. Wie ist das zu verstehen? Die Management-Beratung Porsche Consulting wollte jetzt wissen, ob sich die Deutschen im Krankenhaus lieber von einem leibhaftigen Chirurgen oder einer gefühllosen Maschine operieren lassen. Die verblüffende Antwort: 75 Prozent der Bundesbürger hätten nichts dagegen, wenn der Roboter das Skalpell führen würde.

Ähnlich aufgeschlossen zeigen sich die Menschen in Deutschland, wenn es um die Betreuung im Alter geht: Aus dem Bett heben, Medikamente geben, Speisen und Getränke reichen – typische Tätigkeiten von Pflegekräften könnten schon bald auch von computergesteuerten Robotern erledigt werden. 56 Prozent der Befragten würden sich von einer Maschine pflegen lassen. Porsche Consulting untersuchte im Rahmen der Studie auch die Gründe für eine solche Entscheidung: Der Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal führt bei 37 Prozent zur Bereitschaft, einen Pflegeroboter zu akzeptieren. Und 36 Prozent würden den Roboter akzeptieren, wenn sie dadurch zu Hause wohnen bleiben und einen Umzug in ein Heim verhindern könnten.

„In drei bis fünf Jahren wird die Digitalisierung soweit fortgeschritten sein, dass Roboter im Gesundheitswesen und in der Pflege weitreichende Aufgaben übernehmen könnten“, sagt Dr. Roman Hipp, Partner bei Porsche Consulting und verantwortlich für den Bereich Health Care. Für Hipp tragen „fortschrittliche Entwicklungen in der Medizintechnik seit langem zur Verbesserung der Heilung und Pflege von Menschen bei“. Die Akzeptanz sei auf der Patientenseite bereits erstaunlich gut ausgeprägt, so Hipp. Jetzt gehe es darum, dass Krankenhäuser und das Pflegewesen die organisatorischen Voraussetzungen für mehr Digitalisierung schaffen würden. Hipp: „Wenn Ärzte und Mitarbeiter in der Pflege bei Standardtätigkeiten entlastet werden, könnten Mangel und Notstände im Gesundheitswesen abgebaut werden.“ mid

Bildmaterial: Porsche