Nissan und Eaton, Anbieter von Energiemanagement-Lösungen, haben bereits im vergangenen Dezember im Rahmen der Weltklimakonferenz in Paris ihre Partnerschaft bekanntgegeben. Ziel der Kooperation soll sein, Batterien aus Elektrofahrzeugen ein „zweites Leben zu schenken“. Nun wurde das erste Gemeinschaftsprojekt in Betrieb genommen. Das innovative Speichersystem kommt in einem neuen Rechenzentrum des französischen IT-Unternehmens Webaxys zum Einsatz, das damit aktuell das einzige seiner Art sein soll.

Mit Hilfe wiederaufbereiteter Batterien aus Nissan Elektroautos soll das Speichersystem die Möglichkeit haben, Strom – insbesondere aus erneuerbaren Energiequellen – zu speichern, bei Bedarf zu verbrauchen oder zurück ins Netz einzuspeisen. Der Speicher eigne sich damit als stabiles und kosteneffizientes Energiemanagementsystem.

Schon heute soll Rechenzentren für 1,5 bis zwei Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich sein– Tendenz stark steigend. Rechenzentren sind auf eine zuverlässige Stromversorgung ohne Unterbrechungen angewiesen; dies erschwere jedoch die Nutzung erneuerbarer Energien. Das Energiesteuerungs- und -speichersystem von Nissan und Eaton erlaube es nun, den aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaikanlagen gewonnenen Strom zu speichern und je nach Bedarf zu nutzen.

Das Projekt soll zeigen, wie praxistauglich die Energiespeicherlösung basierend auf E-Fahrzeugbatterien ist. Gebrauchte Batterien aus dem Nissan Leaf oder dem e-NV200 können hier wiederverwendet werden – ein umweltfreundlicher Ansatz, der die Nutzungsdauer der Batterien verlängert und damit den Verbrauch natürlicher Ressourcen verringert.