Wer ein schnelles Auto fährt, der sammelt automatisch auch mehr Punkte in der sogenannten „Verkehrssünderdatei“ in Flensburg. Was zunächst sehr nach Klischee klingt, scheint im Auto-Alltag zu stimmen, wie jetzt aus einer aktuellen Untersuchung eines Vergleichsportals hervorgeht. Demnach haben Porsche im Vergleich zum Schnitt aller Marken immerhin 49 Prozent häufiger Eintragungen im Fahreignungsregister des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Damit stehen sie auf der Pole Position – unfreiwillig natürlich.

Auf den Positionen zwei und drei folgen Halter von Land Rover (+42 Prozent) und Saab (+33 Prozent). Auch Fahrer deutscher Automarken wie BMW (+22 Prozent) und Audi (+21 Prozent) besitzen laut Ranking überdurchschnittlich oft Punkte in Flensburg. Pluspunkte sammeln dagegen Nissan-Fahrer: Sie liegen gleich 20 Prozent unter dem Punkteschnitt aller Pkw-Marken und halten sich laut Untersuchung am ehesten an die Verkehrsregeln.

Es gibt aber auch Lob für Porsche-Fahrer: Obwohl sie laut Punktesünder-Ranking flott unterwegs sind, bauen sie am seltensten Unfälle. Die Häufigkeit von gemeldeten Kfz-Haftpflichtschäden liegt bei Porsche-Haltern 43 Prozent unter dem Durchschnitt aller Marken. Fahrer der Marken Smart (-32 Prozent) und Mini (-14 Prozent) verursachen laut Untersuchung ebenfalls selten Unfälle.

Spitzenreiter bei Unfällen sind Lancia-Fahrer, mit denen wohl das südländische Temperament ab und zu durchgeht. Sie liegen mit den gemeldeten Haftpflichtschäden 42 Prozent über dem Schnitt aller Marken. Auf Platz zwei und drei folgen Fahrer von Toyota (+25 Prozent) und Volvo (+22 Prozent). mid