Die Reichweite und Ladeinfrastruktur sind die größten Schwachstellen auf dem Weg zu einer flächendeckenden Elektromobilität. Da ist vor allem das Engagement in den verschiedenen Regionen gefragt. Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sind von den derzeit 7.500 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland knapp 30 Prozent in den zehn größten Städten sowie 70 Prozent in kleinen und mittleren Städten installiert.

„Die Stadtwerke erkennen immer mehr die Notwendigkeit der Vorhaltung einer öffentlichen Ladeinfrastruktur als Teil der Daseinsvorsorge und nutzen ihre Chance, sich als Partner der Elektromobilität zu positionieren“, erklärt Pascal Schlagermann, Leiter Elektromobilität bei der Stadtwerke-Kooperation Trianel. Und genau aus diesem Grund haben sich die Smartlab Innovationsgesellschaft GmbH und die Stadtwerke-Kooperation Trianel zu einer E-Allianz zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist eine einfache und effiziente Gestaltung beim Aufbau und im operativen Betrieb von öffentlichen Ladeinfrastrukturen für Stadtwerke, heißt es. Dabei soll Stadtwerken ein Service rund um die technische und kaufmännische Betriebsführung von öffentlichen Ladeinfrastrukturen ermöglicht werden.

Die Smartlab bringt die Nutzung ihrer IT-Systeme nach eigenen Angaben für die bereits von über 110 Stadtwerken genutzte Plattform ladenetz.de ein. „Durch die Vernetzung möglichst vieler kommunaler Partner wollen wir das Laden für den Endkunden einfach machen“, erläutert Smartlab-Geschäftsführer Dr. Mark Steffen Walcher. So sollen die Besitzer von Elektrofahrzeugen bald in ganz Deutschland Ladesäulen finden und über einheitliche und einfache Standards die Abrechnung erledigen können. Diese Vorschläge haben allerdings auch schon andere Experten gemacht. Doch es hapert hierzulande ganz offensichtlich an der Umsetzung, denn die kommt irgendwie nur im Schneckentempo voran. mid

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