Crossover – trendig und vernünftig

Mit dem jüngst verkündeten Einstieg der Emil Frey Gruppe macht Mitsubishi deutlich, wie wichtig der Deutsche Markt für die Marke ist. Mitsubishi möchte an frühere Erfolge anknüpfen. Mit der erst kürzlich gelifteten, kompakten ASX-Baureihe soll die einst so erfolgreiche Allradmarke wieder mehr Präsenz auf deutschen Straßen zeigen. Nun bringen die Japaner den ASX in seiner Topmotorisierung kombiniert mit einer Wandler-Automatik auf den Markt.

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Schon mit den handgeschalteten Versionen hat es der 4,30 Meter lange ASX in diesem Jahr immerhin auf Rang sechs der beliebtesten Kompakt-SUV gebracht. Der niedrige Einstiegspreis von 18.990 Euro für den Basis-Benziner mit Frontantrieb und 86 kW (117 PS) scheint für viele Kunden attraktiv zu sein. Mit der neuen Diesel-Spitzenmotorisierung und der erstmals verfügbaren Getriebe-Automatik will der Offroader nun auch bei den Schaltfaulen und bei Fans eines kraftvollen Dieselantriebs punkten. Der 110 kW (150 PS) starke 2,2-Liter-Selbstzünder ist samt seiner Sechsgang-Automatik schon aus dem Outlander bekannt. Die Preise für den ASX 2.2 DI-D 4WD Automatik beginnen bei 28.190 Euro. Die für unsere Testfahrten zur Verfügung stehende „Instyle“ Variante kostet zwar 33.590 Euro, dafür ist in diesem Preis unter anderem ein Navigationssystem und das große Panoramadach beinhaltet.

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Günstige Verbrauchswerte

Der Vierzylinder-Selbstzünder wird mit einem Norm-Mix-Verbrauch von nur 5,8 Liter auf 100 Kilometer angegeben, das entspricht einem CO2 Ausstoß von 153 Gramm je Kilometer. Auf unseren Testfahrten hat der ASX durchschnittlich runde 7 Liter Diesel konsumiert, ein noch immer günstiger Wert für einen so kraftvollen Antrieb. Die satten 360 Newtonmeter Drehmoment liegen bereits bei 1.500 Umdrehungen an und schieben den ASX dynamisch vorwärts. Dabei harmoniert der Motor vorzüglich mit der gut abgestimmten und sanft schaltenden Sechsgang-Automatik. In 10,8 Sekunden erreicht der ASX Automatik aus dem Stand Tempo100. Erst bei Tempo 190 ist Schluss mit Lustig. Mit einem manuellen Schaltgetriebe mag das noch ein wenig flotter gehen, aber weit weniger entspannt, als mit der Automatik-Schaltung, die man im ASX bald nicht mehr missen möchte.

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Innenraum könnte hochwertiger erscheinen

Gut gelungen ist die Gestaltung und Platzierung der Bedienelemente im Cockpit, das im Vergleich mit anderen Modellen im Segment der kompakten SUVs jedoch nicht wirklich hochwertig wirkt. Die Bedienung des im Instyle-Modell beinhalteten Navigationssystems hat mich immer wieder genervt, weil es wenig intuitiv ist und relativ langsam reagiert. Dagegen funktioniert die im Paket ebenfalls beinhaltete Rückfahrkamera unkompliziert und erhöht die Sicherheit beim Rückwärtsfahren deutlich. Ein weiteres Plus des ASX ist sein großzügiges Raumangebot für bis zu fünf Personen. Dafür ist unter anderem sein stattlicher Radstand von 2,67 Metern verantwortlich. Für den Familienalltag erscheint auch das Gepäckraumvolumen des ASX von 419 bis 1.219 Litern gut ausreichend.

Gute Fahreigenschaften

Freude haben mir auch die guten Fahreigenschaften des handlichen und übersichtlichen Crossovers während der 14-tägigen Testphase gemacht. Der ASX federt vergleichsweise weich und lässt trotzdem schnelle Kurvenpassagen zu. Bodenwellen filtert der ASX gut aus und auch Seitenwind bei höheren Tempi bringt den Japaner nicht aus der Fassung.

  • Wesentliche Daten:
  • Fünftüriger Kompakt-SUV
  • Länge: 4,30 Meter; Breite: 1,77 Meter; Höhe: 1,63 Meter
  • Radstand: 2,67 Meter
  • Gepäckraumvolumen: 419-1.219 Liter.
  • Motor: 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel
  • 6-Gang-Wandler-Automatik
  • 110 kW/150 PS
  • Beschleunigung: 0-100 km/h in 10,8 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
  • Verbrauch 5,8 l/100 km
  • CO2-Ausstoß: 153 g/km
  • Effizienzklasse: C
  • Preise: ab 28.190 Euro