Neue Mercedes V-Klasse löst Viano ab

Auf dem Genfer Autosalon zeigt Mercedes Benz erstmals die neue V-Klasse. Sie bietet Platz für bis zu 8 Personen. Der Viano Nachfolger bekommt einen alten neuen Namen und wird fortan stärker als PKW ausgelegt sein. Um das zu erreichen werden viele Details aus der aktuellen Produktpalette um die neue C- und S-Klasse in den neuen Van übernommen. Gekauft werden soll der neue Van dann hauptsächlich von Shuttle-Dienst-Betreibern, finanzkräftigen Familien oder Menschen mit besonders aktiver Freizeitgestaltung.

Laut Mercedes CEO Dieter Zetsche soll das Erfolgsrezept des neuen Premium Vans sein großzügiges Platzangebot für alle denkbaren Zwecke sein. Also eine „eierlegende Wollmilchsau“ ist, die aber eben nicht wie eine „Wollmilchsau“ aussieht. Der Eigner dieses großen Mercedes Vans soll stolz mit ihm vorfahren können. Und tatsächlich wirkt die V-Klasse für einen Van optisch dynamisch und zugleich elegant. So sind beispielsweise die Scheinwerfer der Formsprache der S-Klasse entnommen. Man setzt in Stuttgart  bewusst bei dem ersten Van in diesem Segment auf Voll-LED-Technik. Die Optik überzeugt und auch in Punkto Praktikabilität ist der Familienhelfer durchdacht. So lässt sich beispielsweise die Heckscheibe der neuen V-Klasse separat öffnen. Optional kann man auch die ganze Heckklappe per Knopfdruck schließen.

Die neue Mercedes-Benz V-Klasse, The new Mercedes-Benz V-Class Die neue Mercedes-Benz V-Klasse, The new Mercedes-Benz V-Class

Wagt man den Blick in den Innenraum des neuen Luxus-Vans, so wird schnell klar, dass der neue Van bei Verarbeitung und Hochwertigkeit der Materialien nun ganz Mercedes ist. Ziernähte und serienmäßiges Lederlenkrad erinnern an eine Limousine. Viele Elemente stammen aus der neuen C-Klasse. Dem Fahrer fällt direkt das Bedienkonzept über das neuentwickelte Touchpad auf, das auf Fingergesten reagiert, wie man es von Tablet-PCs kennt. So können erstmals auch Schriftzeichen eingegeben werden, was allerdings vor allem für den asiatischen Markt von Bedeutung ist. Das zentrale Bedienelement ist bereits aus der neuen A-Klasse bekannt. Die V-Klasse ist mit einer eigens entwickelten App ausgestattet, mit der man von jedem Sitzplatz aus viele Funktionen im Mercedes steuern kann.

Wer sich für den von nun an größten PKW der Schwaben entscheidet, darf zwischen zwei Ausstattungslinien wählen. Einem Sport-Paket für das Exterieur und ein Design-Paket für den Interieur. Es wird zwei Radstände geben. Einmal mit 3.200 mm und mit 3.430 mm. Außerdem kann der geneigte Käufer zwischen drei Fahrzeuglängen wählen. Kompakt, lang und extralang. Von 4.89 Meter bis 5.37 Meter. Dazu wird es drei Motor-Varianten geben. Die Fahrzeughöhe beträgt unabhängig von der gewählten Außenlänge immer 1,88 Meter. Serienmäßig ist eine Schiebetür rechts angebracht, eine zweite Schiebetür auf der linken Seite gibt es optional. Ebenfalls zu zusätzlichen Kosten soll bald ein großes Panoramaschiebedach zur Verfügung stehen.

Die neue Mercedes-Benz V-Klasse, The new Mercedes-Benz V-Class

Wie in den PKW Modellen von Mercedes kann nun auch der V-Klasse Kunde aus diversen Assistenz- bzw. Sicherheitssystemen wählen, um die Familie mit unseren kleinsten VIPs sicher zu chauffieren. Collisions-Preventions-Assist, Abstandsregeltempomat Distronic Plus, Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, Parkpiepser, Seitenwind Assistent und eine 360 Grad Kamera sollen das Fahren sicherer und komfortabler machen.

Für viele wird, so hoffen es die Mercedes Strategen, die V-Klasse eine veritable Alternative zum VW-Bus T5 werden. Was die meisten Familien jedoch traurig machen wird ist der stolze Preis des neuen Vans. In Deutschland wird es die neue V-Klasse in der mittleren Aufbaulänge ab 42.900 Euro geben. Wunschmodelle werden allerdings, vernünftig ausgestattet, kaum unter 60.000 Euro kosten.