Wie eine Mischung aus Cruiser-Fahrrad und Motorrad der beiden ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts präsentiert sich die Meijs Motorman. Hinter dem Retro-Style steckt jedoch modernste Technik. Das Zweirad des Maastrichter Designers Ronald Meijs wird von einem Elektromotor angetrieben.

Die 45 Kilogramm schwere Motorman verfügt über eine EU-Zulassung und kann als Kleinkraftrad (früher nannte man so etwas Moped) mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h mit dem kleinen Versicherungs-Kennzeichen gefahren werden. Der Motor leistet drei PS, bringt es aber auf ein kräftiges Drehmoment von 60 Newtonmetern. Die Reichweite des E-Bikes soll bei 50 bis 65 Kilometer liegen. Danach muss der Akku an die Steckdose. Rund sechs Stunden dauert der Ladevorgang nach Angaben des Herstellers.

Seine Design-Philosophie beschreibt der studierte Industriedesigner Ronald Meijs mit den Worten „alles weglassen, was nicht nötig ist“. So verfügt die Motorman weder über Blinker noch Federung – ein Sattel im Old-School-Stil mit zwei Sprungfedern muss genügen. Einziges Zubehör ist ein Gepäckträger. Immerhin spart die Reduktion auf das Wesentliche Gewicht, was bei einem Elektrofahrzeug vor allem längere Reichweite bedeutet.

Den Rahmen der Motorman bilden vier Rundrohre. Im vermeintlichen Kraftstofftank steckt der zehn Kilogramm wiegende Lithiumionen-Akku mit einer Kapazität von 1,5 Kilowattstunden. Kette, Zahnriemen oder gar Kardan gibt es auch nicht, der Antrieb sitzt direkt in der Nabe des Hinterrads. Immerhin spendierte Meijs seinem Moped Scheibenbremsen vorne und hinten.

Ganz billig ist der umweltfreundliche Zweirad-Spaß aus den Niederlanden allerdings nicht: 5.950 Euro sind für die einfache, schwarz lackierte Version mit braunem Ledersattel fällig. Wer es individueller haben möchte, bekommt seinen Motorman – gegen Aufpreis – auch in Wunschfarbe oder mit eigenem Logo. ampnet