Kompakte SUVs liegen voll im Trend. So setzt auch Mazda mit dem CX-3 auf dieses Pferd. Für Singles oder Zwei-Personen-Haushalte könnte der hübsch geschnittene Japaner eine Alternative sein. Wer jedoch ständig mit drei oder vier Personen unterwegs sein möchte, sollte sich eine Klasse höher umschauen, weil der Fußraum auf den Rücksitzen doch knapp bemessen ist.Mazda CX-3 2016Daher wird die hintere Sitzreihe wohl eher als Ablagefläche oder im umgeklappten Zustand als Erweiterung des eher klein geratenen Gepäckraums (350 Liter) dienen. Auf den Vordersitzen können sich Fahrer und Beifahrer indes wohlfühlen.

Unser Testwagen ist mit allem ausgestattet, was moderne Fahrzeugtechnologie zu bieten hat. So auch mit einem zentralen Dreh-Drück-Regler über die alle wesentlichen Funktionen komfortabel bedient werden können. Schick auch das freistehende Display mit dem hochwertig wirkenden Chromrahmen. Selbst ein Abstandsregeltempomat und ein einfaches Head-Up-Display sind mit an Bord. Die schönen Luftausströmer erinnern an die in einem Audi. Die inneren Türgriffe sind von geschliffenem Alu gerahmt. Gelochte, lederbezogene Sitze mit farblich abgesetzter Naht unterstreichen die Wohlfühlatmosphäre.

Allerdings entfernt sich der Preis unseres Testwagens mit diesen Features deutlich vom Grundpreis des CX-3. Ihn gibt es nämlich ab 17 990 Euro. In der Sportsline-Ausführung mit dem 150 PS Benziner und Allradantrieb (auch als Frontantrieb bestellbar) verlangt Mazda mit den netten Zusatzdingen dann knappe 30.000 Euro. So ist auch ein Navigationssystem verbaut, dass uns jedoch nicht überzeugt hat. Wenig intuitive Einstellungen und ständige aufdrehende Stauwarnungen ohne realen Bezug machen dieses Navi zum nervtötenden Elektroschrott, auf den man sich bald nicht mehr verlassen mag. Selbst richtige Warnmeldungen will man nicht mehr Glauben schenken. Den Mehrpreis von rund 600 Euro kann man sich sparen und lieber die Navi-Funktion des Smartphones in das Kommunikationssystem des CX-3 einbinden. Das funktioniert wirklich gut.Mazda CX-3 KühlergrillZu Antrieb und Fahrwerk: Der 150 PS Benziner passt gut zum ca. 1.300 kg wiegenden CX-3, nur an langen Autobahnanstiegen bekommt er mehr Mühe, als man erwarten würde, öfter als gedacht schöpft der 150-PS-Benziner (204 NM) nur durch fleißiges Herunterschalten neue Kraft. Sein realer Verbrauch weicht erfreulich geringfügig vom genannten Norm-Wert (6,4 Liter auf 100 km) ab. Während der 14 Tage dauernden Testphase hat sich ein Durchschnittsverbrauch von 7,2 Liter auf 100 Kilometer ergeben. Der relativ kurze Radstand (2.570 mm) des Kompakt-SUVs reagiert bisweilen unangenehm auf Querrillen der Fahrbahn, insbesondere bei höherem Tempo nimmt das der Rücken wahr. Kurven bringen den CX-3 kaum ins Wanken, das fühlt sich sportlich und doch noch komfortabel an. Fahr- und Motorgeräusche dringen deutlich ans Ohr der Insassen. Insbesondere bei höherern Drehzahlen wird der Motor aufdringlich. Bei geöffnetem Fenster ist der Geräuschpegel kaum höher als in geschlossenem Zustand.

Innenraum und Anzeigen: Der zentrale Drehzahlmesser ist im Vergleich zur Bedeutung der Information etwas groß geraten. Hier könnte man besser Navigationshinweise einblenden und dafür auf das einfache Head-up-Display mit der kleinen Kontrastscheibe auf dem Armaturenbrett verzichten.

Fazit:

Mit seinen 4,27 Außenlänge ist der Mazda CX-3 ein schick gezeichneter Kompakt-SUV, der den Nerv der Zeit trifft. Wer ein Lifestyle-Fahrzeug mit erhöhter Sitzposition zu schätzen weiß und auf den Neidfaktor den ein Audi, BMW oder Mercedes erzeugen kann, verzichten mag, für den könnte der CX-3 eine spannende Alternative mit ansprechender Design- und Wertanmutung sein.