Maserati geht an die New Yorker Börse. Jedenfalls blitzt das Dreizack-Logo vor dem klassizistischen Börsengebäude an der Wallstreet. In Positur gestellt wird der Gran Turismo des Modelljahrs 2018. Flankiert wird der sportliche Zweitürer von weiteren Maserati-Modellen.

Pünktlich um 16 Uhr Ortszeit beschloss Maserati-Boss Reid Bigland mit dem Läuten der Glocke den Börsenhandel in New York und leitete ein neues Kapitel in der langen Geschichte der Gran-Turismo-Fahrzeuge von Maserati ein. Der Ort war mit Bedacht gewählt. Schließlich ist Nordamerika der wichtigste Markt für den Gran Turismo. Und das Auto mit der Neptun-Stichwaffe ist gerade bei den Börsen-Haien an der Wall Street sehr beliebt.

Die Modellpflege betrifft Exterieur, Interieur und Technologie gleichermaßen und wird neben dem Gran Turismo auch dem Gran Cabrio zu Gute kommen. Mit diesen Maßnahmen wird der Erfolg der beiden Zweitürer weiter beflügelt: Bislang wurden sie zusammen mehr als 37.000 Mal gefertigt – eine Rekordzahl für einen Sportwagen von Maserati.

Von Gran Turismo und Gran Cabrio soll es künftig jeweils zwei Modellvarianten geben: Sport und MC. Das Kürzel steht für „Maserati Corse“, die Rennabteilung des Unternehmens. Beide Versionen werden von einem 4,7-Liter-V8-Saugmotor angetrieben, der von Ferrari in Maranello handgefertigt wird. Er leistet 338 kW/460 PS bei 7.000/min und stellt ein maximales Drehmoment von 520 Newtonmetern zur Verfügung. Die Kraftübertragung erfolgt ausschließlich über ein Sechsgang-Automatikgetriebe von ZF, das direkt an den Motor angeflanscht ist.

Gegenüber den bisherigen Modellen verbessern sich die Fahrleistungen leicht. Der neue Gran Turismo Sport beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 299 km/h. Der leichtere MC ist nur unwesentlich flotter. Er spurtet in 4,7 Sekunden auf 100 km/h und durchbricht mit einer Höchstgeschwindigkeit von 301 km/h so gerade die magische Tempo-Grenze. mid

Foto:  Maserati