Superdribbler-Casting macht in Offenburg Halt

„Wisst ihr denn, wer der Dribble-Rekordhalter ist?“, will Wolfgang Paes von den kleinen Fußballern wissen. Was für eine Frage! „Messi“, schallt es im Chor. Wer sonst?! Lionel Messi, argentinischer Nationalspieler und vierfacher Weltfußballer, hält den Weltrekord bei der Bewältigung des Dribbling-Parcours mit 5,125 Sekunden. Eigentlich haben die Jungs Training. Doch heute ist Casting. Für das „Super-Dribbler“-Event, das am Sonntag im Autohaus Paschke stattfinden wird, macht Paes am Montagabend auf dem DJK-Gelände Halt, um für die Sache noch ein bisschen die Werbetrommel zu rühren. Also muss das Training warten. Paes ist mit seinem computergestützten Dribbling-Parcours in 60 Städten deutschlandweit unterwegs, um die Qualifikationsmeisterschaften aus zu tragen. Im September soll auf der IAA in Frankfurt das große Bundesfinale „Kia sucht den schnellsten Dribbler Deutschlands“ ausgetragen werden. Der computergestützte Sprint- und Laufparcours misst haargenau und vollautomatisch die Laufzeit.

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„Ich mach es euch mal vor“, sagt Paes und dribbelt in 8,2 Sekunden durch zwei Lichtschranken, die vier verschiedene Werte misst: die der Reaktion, die des Antritts, der Wende und des Slaloms. Okay, nicht schlecht, aber auch nicht gut“, kommentiert der Moderator seinen eigenen Lauf und schiebt seine nicht all zu gute Zeit auf den unebenen Rasen.

„Dennis“, rufen die Jungs, als Paes fragt, wer es denn von ihnen besser könne. In 7,4 Sekunden schafft es der elfjährige Dennis Eirich. Seit sechseinhalb Jahren spielt der Junge schon bei der DJK Offenburg Fußball. Heute in der C-Jugend. Eigentlich ist er für die Altersklasse noch zu jung, doch der Junge hat Talent. „Wir wollen die Jugendarbeit der Vereine unterstützen“, erklärt Frederik Willmann, Geschäftsführer im Autohaus Paschke, weshalb das Unternehmen bei dieser Aktion mitmacht. Dafür greift das Autohaus tief in die Tasche.
Acht Vereine, die sich bereits gemeldet haben, werden mit Trikots des Autohauses in der Alten Straßburger Straße ausgestattet. Nikita und Dennis vergleichen ihre ausgedruckten Ergebnisse. Der 13-jährige Nikita ist ebenfalls sehr schnell gewesen. „Alles unter sieben Sekunden ist interessant“, beantwortet Paes die Frage der Jungs, ob sie eine Chance hätten. „Klar doch“, schmunzelt Willmann. Am Sonntag, bei der eigentlichen Qualifikation, sei der Autohaus-Fußboden um etliches schneller. Und somit natürlich auch die Zeiten. Pro Stadt werden die Jugendlichen der verschiedenen Altersstufen (A-, B-, C-, D-, E-, F- und G-Jugend) gemessen, wobei sich die besten Teilnehmer für das große Stadtfinale qualifizieren. Die Top fünf aus jeder Altersklasse haben die Chance, sich für ein Regionalfinale zu qualifizieren.

Bei diesem qualifizieren sich dann die drei Besten aller Altersstufen für das große Bundesfinale, das im Rahmen der IAA in der Zeit vom 17. bis 27. September in Frankfurt stattfinden wird. Doch erst einmal steht das große Stadtfinale am kommenden Sonntag, 19. Juli, ab 11 Uhr, im Autohaus Paschke an.