Sogar Kleinstwagen gehen heute leichter über die Ladentheke, wenn eine SUV-Anmutung zeigen. Selbst, wenn sie dann ein Stück mehr kosten. Das gilt auch für den Kia Picanto. Das Design des Fünfsitzers ist jugendlich-dynamisch. Auch der Namenszusatz „X-Line“ sorgt für Attraktivität. Der Picanto ist zwar schon ab 9.990 Euro zu haben, aber als X-Line werden mindestens 16.450 Euro fällig. Unser Testwagen mit dem 100 PS leistenden 1-Liter-Motörchen kostet inklusive Metallic-Lackierung 18.860 Euro. Ein stolzer Aufschlag. Aber Kia denkt wohl: „the trend is your friend“.

Trendiger City-Flitzer

Die X-Line präsentiert sich äußerlich mit typischen SUV-Attributen. Der Picanto X-Line zeigt Stoßfänger im Offroad-Look, Unterfahrschutz-Design in Metalloptik, Seitenschutzleisten, schwarze Radlaufverkleidungen und Karosseriedetails in Kontrastfarben, je nach Außenfarbe in Limettengrün oder Silber. Hinzu kommt eine größere Bodenfreiheit (156 mm; plus 15 mm gegenüber dem Grundmodell) und leicht veränderte Außenmaße (Länge plus 75 mm, Breite plus 30 mm, Höhe plus 15 mm aufgrund der größeren Bodenfreiheit). 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und der Doppelrohrauspuff runden das sportlich-robuste Design ab.

Leicht erhöhte Sitzposition

Im Innenraum werten hellgraue Sitzbezüge in Ledernachbildung sowie Dekorelemente in Weiß und Limettengrün das Ambiente auf. Die Serienausstattung umfasst unter anderem

Eine Klimaautomatik, 7-Zoll-Touchscreen, digitalen Radioempfang DAB+), Rückfahrkamera, induktive Smartphone-Ladestation, Smart-Key, Geschwindigkeitsregelanlage, Parksensoren hinten, Supervision-Instrumente, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Solarglas-Frontscheibe und ein Gepäcknetz. Smartphones auf Apple und Android Basis können problemlos in das Kommunikationssystem des Autos integriert werden.

Testwagen mit 100 PS Leistung

Der 1,0-Liter-Turbobenziner mit seinen 74 kW (100 PS) maximaler Leistung passt bestens zum Picanto. Er stellt sein maximales Drehmoment von 172 Nm (ab 1.500 Umdrehungen) zur Verfügung und beschleunigt in 10,1 Sekunden auf Tempo 100 (Spitze:180 km/h). Als kombinierten Normverbrauch gibt Kia auch hier 4,5 Liter pro 100 Kilometer (104 g/km CO2) an. Auf unseren Testfahrten im Alltag über 14 Tage hinweg hat der Bordcomputer einen Verbrauch von 6,8 Litern je 100 Kilometer angezeigt. Das ist in unseren Augen etwas viel für einen Kleinstwagen.

Relativ hoher Verbrauch

Fahrspaß vermittelt das trotz der leicht erhöhten Bauhöhe dynamisches Fahrverhalten des Picanto und seine leichtgängige 5-Gang-Schaltung. Der Drei-Zylinder knattert munter los, will aber auf Drehzahlen gehalten werden, damit es dynamisch vorwärts geht. Im unteren Drehzahlbereich kommt er kaum aus den Puschen. Die Sitze des Picanto sind bequem, aber nicht zu weich. Wie in jedem Kia kommt man auf Anhieb und intuitiv mit seiner Bedienung zurecht. Auch die Qualitätsanmutung überzeugt. Die 7-Jahre währende Garantie rundet das gute Gesamtbild ab. Billig ist der trendige Kleinstwagen zwar nicht, dafür bietet er aber nahezu alles, was man heute gern in einem Auto zur Verfügung hat.

Daten

Kia Picanto 1,0 T-GDI X-Line

Länge x Breite x Höhe (m): 3,67 x 1,63 (o. Spiegel) x 1,50
Radstand (m): 2,40
Motor: R3, Benziner, Turbo, 998 ccm
Leistung: 74 kW / 100 PS bei 4500 U/min
Max. Drehmoment: 172 Nm bei 1500–4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 10,1 Sek.
Verbrauch (nach EU-Norm): 4,5 Liter
CO2-Emissionen: 104 g/km
Effizienzklasse: C
Leergewicht / Zuladung: min. 1020 kg /max 441 kg
Kofferraumvolumen: 255–1010 Liter
Wendekreis: 9,4 m
Basispreis: 17.290 Euro