Kia Picanto – Kleiner Koreaner hat‘s drauf

Ausschließlich als praktischen Fünftürer gibt es den neuen Kleinstwagen Kia Picanto. Mit 3,59 Meter ist der Picanto weiterhin ausgesprochen kurz. In Kombination mit seinem Wendekreis von nur 9,40 Meter ist er wie geschaffen für die Stadt. Mit dem größten Gepäckraum sein Klasse (255 bis 1.010 Liter) kann er zusätzlich punkten.Nach der Fahrvorstellung im Frühjahr haben wir den Picanto nun über 14 Tage hinweg in einem Praxistest auf den Zahn gefühlt. Unser Testwagen war mit der erstmals verfügbaren GT-Line versehen, die mindestens 14.990 Euro kostet und 84 PS leistet. Neben der GT-Line-Ausstattung war unser Testwagen mit dem Komfort-Paket für 790 Euro und dem empfehlenswerten, weil gut funktionierenden Navigationssystem für 990 Euro angereichert.

Die Kia Designer haben beim neuen Kia Picanto in unseren Augen guten Job gemacht. Sein frisches Gesicht und der breitere Kühlergrill, der bis zu den neu gestalten Scheinwerfern reicht, lassen ihn fesch aussehen. Die sportliche GT-Line mit den roten Details und dem schneeweißen Lack lässt den kleinen Koreaner kraftvoll und dynamisch aussehen. So interpretiert kann er sich selbstbewusst neben einen Opel Adam und einen Mini stellen. Auch das Cockpit des Picanto kann sich selbst im Reigen Europäischer Anbieter wirklich sehen lassen. Für einen Kleinwagen erscheint es vergleichsweise hochwertig. Markante Designelemente am Armaturenbrett, wie die vertikalen Lüftungsdüsen oder der optional erhältliche Sieben-Zoll-Touchscreen scheinen perfekt in das Erscheinungsbild integriert. Dieser Bildschirm wird vom Navigations- und Infotainment-System (inklusive Smartphone-Anbindung für Apple und Android) genutzt. Die Sitze bieten guten Halt und sind bequem. Das Lenkrad ist nur höhenverstellbar und je nach Version sogar beheizbar. Das Fahrwerk des Picanto ist gutmütig, aber nicht zu weich abgestimmt. Die Bedienung der üblichen Funktionen würden wir als intuitiv bezeichnen.Der 1,2-Liter-Vierzylinder mit seinen 84 PS (62 kW) treibt den Kleinen bei Bedarf dynamisch vorwärts. Selbst auf schnell gefahrenen Autobahnabschnitten fühlt man sich sicher. Und auch die Bremsen des Koreaners packen bei Bedarf entschlossen zu. Dieser Vierzylinder beschleunigt in zwölf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die 4,5 Litern (104 g CO2/km) kombinierten Normverbrauch haben wir auf unseren Testfahrten jedoch nicht geschafft. 6,5 Liter je 100 Kilometer sind bei uns im Schnitt durch das System gelaufen. Für einen Benziner beileibe kein schlechter Wert.Fazit:

Moderne Technik vereint sich beim Kia Picanto mit Emotionen. Bei den Nachbarn ist der Kleine aus Korea gut angekommen. Nicht nur einmal kam die Frage, was das für ein schönes kleines Auto sei. Ein wichtiges Kriterium bei Kauf eines Autos ist auch die Dauer der Garantie. Denn sie macht die Folgekosten berechenbar und wirkt sich stabilisierend auf den Restwert aus. Kia gibt eine 7-Jahre-Garantie bei einer begrenzenden maximalen Kilometerleistung von 150.000 Kilometern.

Wesentliche technische Daten:

Kia Picanto 1.2 GT-Line

Länge x Breite x Höhe (m): 3,60 x 1,60 x 1,49
Motor: Reihen-4-Zylinder-Benziner

Hubraum: 1.248 ccm
Leistung: 62 kW / 84 PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 122 Nm bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 173 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 12,0 Sek.
Verbrauch (Durchschnitt nach EU-Norm): 4,5 Liter (mit Start-Stopp)
CO2-Emissionen: 104 g/km

Abgas-Norm: Euro 6

Kofferraumvolumen: 255 bis 1.010 Liter
Max. Anhängelast: keine Freigabe
Wendekreis: 9,4 m

Preis GT-Line: 14.990 Euro