Der italienisch-canadische Automobilkonzern FCA baut unter der Marke Jeep traditionsreiche Offroad-Automobile. Neben beinharten Offroad-Modellen gibt es bei Jeep inzwischen – ganz im Zeichen der Zeit – auch SUVs. Eines davon ist der Cherokee. Das Modell, das seinen Namen den Indianern entliehen hat, gibt es inzwischen seit rund 40 Jahren.Jeep Cherokee (3)2013 kam die aktuelle Fassung auf den Markt, die nun überarbeitet wurde. Der Indianer bekommt dabei eine neu gezeichnete Motorhaube, neue LED-Leuchten, frisch gezeichnete Nebelscheinwerfer und Tagfahrlicht, sowie einen rück-evolutionierten Kühlergrill, der weiterhin die typischen 7 Streben trägt. Im Seitenprofil hat sich neben den neuen 19-Zoll Felgen kaum etwas getan. Das Heck, profitiert von einem frischeren Look um eine neue Lichtsignatur. Der hintere Unterfahrschutz ist üppig ausgefallen. Im Innenraum hat sich wenig verändert. Neue Piano Black- oder Satin Chrom- Zierrahmen fallen ins Auge. Doch die prominenteste Änderung verbirgt sich hinter dem 17.3 oder 20.3 Zoll großen Infotainment-System in der Mittelkonsole. Denn beide Touchscreen-Systeme sind jetzt mit „Uconnect“ ausgestattet, über das sich Smartphones bequem via Apple CarPlay oder Android Auto mit dem System des Cherokee verbinden lassen. Das Jeep eigene Navi bezieht nun Echtzeit-Verkehrsdaten ein. Mit 570 Litern Stauraum legt der Indianer um 70 Liter Stauraum zu und wird variabler, weil nun eine verschiebbare Rückbank eingebaut wird.

Einzig aktuell verfügbares Aggregat ist ein 2.2 Liter Diesel-Motor. Dieser Vierzylinder erfüllt Euro 6d Temp und ist immer mit einer 9-Stufen Automatik von ZF verbunden. So leistet der Cherokee 195 PS und drückt stolze 450 Newtonmeter maximales Drehmoment raus. In 9,3 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Bei 200 Stundenkilometern erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit. Jeep gibt als kombinierten Verbrauch 6,9 Liter auf 100 Kilometer an. Auf unseren Testfahrten haben wir 8,9 Liter notiert. So motorisiert kostet der neue Jeep Cherokee mindestens 43.500 Euro. Ende 2018 soll ein Benziner mit 6-Gang-Handschaltung dazu kommen, der 150 PS leistet und bei Preisen knapp unter 40.000 Euro startet. Kein Fahrtest ohne die Beschreibung des Fahrgefühls. Die hohe Sitzposition: erhaben. Die Lenkung: interessant, komfortabler Mittelweg aus zu direkt und schwammig. Die 9-Gang Automatik von ZF: unfehlbar und solide. Die Federung: hart, aber mir gefällts. Dabei kann man mit dem Cherokee gemütlich cruisen, die Kleinen zur Schule bringen, auf der Landstraße Spaß haben oder dank Allrad dann doch mal ins leichte Gelände ohne im Berg stecken zu bleiben. Jeep Cherokee

Dafür hat Jeep die drei verfügbaren 4×4 Systeme – Active Drive I, Active Drive II und Active Drive Lock – überarbeitet. Sie sollen den Jeep im Gelände noch besser machen. Zudem ist der Cherokee mit den neusten Sicherheits-Features um einen Auffahrwarner, Querverkehrwarner, Tempomaten, Spurhalte-Assistenten, Surround-Kamera-System oder toter Winkelwarner versehen worden.

Fazit:

Manchmal macht die Summe von kleinen Änderungen ein Auto deutlich besser.

Technische Daten:

Jeep Cherokee 2.2 Liter Diesel

Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimetern: 4.623/1.859/1.709/2.718,

zul. Gesamtgewicht 2.494 kg

Anhängelast: 2.370 kg

Kofferraumvolumen: 448/570 l

Wendekreis: 11,6 m

Tankinhalt: 60 l

Vierzylinder-Reihen-Turbodiesel

Allradantrieb, Neungang-Wandlerautomatik

Hubraum: 2.174 ccm

Leistung: 143 kW/195 PS bei 3.500/min,

maximales Drehmoment: 450 Nm bei 2.000/min

Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 9,3 s

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h

Normverbrauch: 6,9 Liter Diesel je 100 km

Testverbrauch: 8,9 Liter

CO2-Ausstoß: 179 g/km

Abgas-Norm: Euro 6d-Temp

Preis: ab 43.500 Euro