Im Audi TTS über die Isle of Man – im Bewegtbild

Zum 20 jährigem Jubiläum bereiten sich Audi selbst ein Geburtstagsgeschenk: Zwei Jahrzehnte nach dem Seriendebüt des Ur-TT verpassen die Ingolstädter der dritten Generation des Audi TT ein Facelift, das sowohl Roadster als auch Coupé zugute kommt.

Wir haben das mindestens 35.000 Euro teure Modell als TTS mit 306 PS schon jetzt für euch auf der Isle of Man gefahren, erklären was alles neu ist und woher der TT seinen Namen hat.

Alles Wissenswerte zur veränderten Optik, dem angepassten Interieur und den modifizierten findet ihr in diesem Review | Fahrbericht | Test | Testdrive. Schaut rein!

Optisch sind die Änderungen aller Modelle von zarter Natur. Warum sollte man eine Ikone auch zu stark verändern. Okay, der Singlefram ist etwas flacher, die vorderen und hinteren Schweller dreidimensionaler, es gibt einen neuen Diffusor, Fake-Lufteinlässe am Heck und die neuen Farben Kosmosblau, Pfeilgrau, Pulsorange und Turboblau.

Auf Wunsch sind Scheinwerfer in LED- oder in Matrix-LED-Technologie erhältlich. Das dynamische Blinklicht ist dabei ein optisches Highlight. Ausserdem entfällt der 1,8-Liter Basis-Benziner mit 180 PS, genauso wie der Diesel-Antrieb. Beides werden Fans verschmerzen können. Denn der Einstiegs-Benziner wird durch einen Zweiliter Motor, den 40 TFSI, mit 197 ersetzt, welcher in 6,6 Sekunden auf Tempo 100 km/h beschleunigt. Der 45 TFSI, also das nächst stärkere Aggregat leistet 245 PS, beschleunigt in 5,9 Sekunden auf 100 und lässt sich optional mit dem „Quattro“-Allradantrieb bestücken. Letzterer ist beim vorläufigen Topmodell mit 306 PS, dem TTS, serienmäßig. Alle TT Coupés erreichen nun eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Ausserdem profitiert das teilweise serienmäßige Doppelkupplungsgetriebe (DSG) nun von sieben statt sechs Gänge. Sportliche Fahrer werden sich kaum über den Wegfall der Handschaltung freuen. Doch neben optischer Retuschen scheint viel interessanter wie sich der neue TT mit fährt.

„Leider“ konnten wir bisher „nur“ den 306 PS und 400 Newtonmeter starken TTS testen. Er ist der ideale Begleiter für eine schnelle Tour über einen kleinen abgesperrten Teilbereich der Strecke: Den Mountain Road von Ramsey bis Creg Ny Baa.

Seinem Allradantrieb sei dank beschleunigt er uns in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Bei 250 km/h ist die TTS Maschine zum Glück elektrisch abgeregelt. Obwohl die Strecke gemeingefährlich ist, könnte man den Linksverkehr für einen Moment vergessen. Zwar ist der Zweiliter Vierzylinder im Konzern ein durchaus bekannter Antrieb, trotzdem sind wir von seiner Drehfreudigkeit und der präsenten Sound-Entfaltung beeindruckt.

Wer im Vergleich zum Vorgänger 4 PS vermisst, der wird durch 20 Newtonmeter mehr Drehmoment und einem besseren Beschleunigungswert beruhigt. Am Kurvenausgang berghoch ist ein kleines Turboloch zu spüren, dass aber durch beherztes Hochschalten am Lenkrad oder einen kräftigen Tritt aufs Gaspedal eliminiert werden kann.

Fazit:

Auch der neue Audi TT ist ein sehr Fahrerorientiertes Sportcoupé oder Cabrio, der gleichsam zur sportlichen Kurvenhatz einlädt und per Knopfdruck komfortables Cruisen drauf hat. Und auch wenn das Facelift zu dünn ausfällt, den überzeugt das fahrerorientierte Konzept um das digitale Cockpit (Virtual Cockpit) hinterm Lenkrad weiterhin. Denn es lässt den Fahrer seine Konzentration voll auf die Straße richten. Zwar stehen die Preise noch nicht final fest. Aber das Produkte aus Ingolstadt nicht überteuert sein müssen zeigt die Tatsache, dass der Basis-TT „schon“ bei 35.000 Euro beginnt. Das sind zwar 1.850 Euro mehr als beim Vorgänger, dafür fährt er nun serienmäßig mit stärkeren Motor, Drive Select, oder Multifunktionslenkrad auf. Für den die aktuelle Top-Motorisierung TTS werden mit 54.000 Euro für den Roadster mindestens 2.500 Euro mehr fällig. Bestellbar ist das Facelift ab September und soll noch im Herbst ausgeliefert werden. Wir freuen uns auf den wahrscheinlich 2019 folgenden und 400 PS starken TT RS. Und auch wenn die gelifteten Modell teurer geworden sind und der TTS nicht mehr als Handschalter verfügbar, hoffen wir sehnlichst auf den Fortbestand der Ikone Audi TTs in der vierten Generation 2021.