Kleinwagen oder Kleinstwagen, ist das hier die Frage? Die Hyundai Verantwortlichen legen Wert darauf, dass der neu i10 ein Kleinstwagen ist, der es mit dem Marktführer in diesem Segment, dem VW Up, aufnehmen möchte. Freimütig sagt Bernhard Voss, Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei Hyundai, dass der kleinste Volkswagen die Benchmark für die Entwicklung des neuen i10 gewesen ist.

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Tatsächlich sprechen die Außenmaßes des nun in der Türkei gefertigten Autos dafür, dass er zwar ein Kleinstwagen ist, aber er klopft hörbar an das nächst höhere Segment an. Gegenüber seinem seit 2008 in Korea gebauten Vorgänger ist der neue i10 um beachtliche 8 Zentimeter in der Länge und 6,5 Zentimeter in der Breite gewachsen. Seine Höhe wurde dagegen um 5 Zentimeter gekappt. So kommt der neue i10 optisch deutlich harmonischer daher. Das gilt auch für das Blechkleid des i10, das im Hyundai Design Zentrum im Rüsselsheim vom Team um den deutschen Thomas Bürkle ganz mit Blick auf die europäischen Kunden entworfen wurde. Damit passt sich nun auch das kleinste Mitglied der Hyundai Produktfamilie an die Formensprache der größeren Brüder i30 und i40 an, mit der Hyundai inzwischen zum Importeur Nr. 2 in Deutschland avancierte.

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Seine kompakten Maße bei üppigem Platzangebot und günstigem Preis-Wert-Verhältnis sind die Stärke des großen Kleinen in dem bis zu 5 Personen Platz und Raum finden. 252 und sogar 1.046 Liter (bei komplett umgeklappter Rückbank) Gepäck kann der i10 in seinem Heck aufnehmen. Auch auf den bequemen und gut geformten Vordersitzen fühlt man sich nicht wie in einem Kleinstwagen. Das innenraumdesign des i10 erinnert im besten Sinn an Volkswagen. Will sagen, klare Formen, übersichtliche Bedienelemente, gute Verarbeitung und eine durchaus hohe Wertigkeit. Hyundai möchte daneben auch mit Ausstattungsmerkmalen Punkten, die in diesem Segment nicht die Regel sind. So sind alle 4 Seitenscheiben elektrisch per Knopfdruck (zusätzlich vom Fahrerplatz aus) bedienbar. Die Kopfstützen wurden mit Stoff bezogen und die gute Dämmung des Wagens führt dazu, dass er im Innenraum um bis zu 6 dB leiser ist, als seine Wettbewerber wie Renault Twingo, Peugeot 107 oder Toyota Aygo. In der Basis-Ausstattung des i10 sind eine Zentralverriegelung, ein Bordcomputer, die Außentemperaturanzeige, ein höhenverstellbares Lenkrad und ein Reifendruckkontrollsystem beinhaltet. Wer mehr möchte, bekommt in den modellvarianten Classic, Trend und Style günstige Ausstattungspakete angeboten. Auch ein Schlüsselloches Öffnungssystem, oder ein Tempomat sind verfügbar.

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Ab sofort kann der i10 mit 2 Benzin-Motoren bestellt werden. Der Drei-Zylinder mit knapp einem Liter Hubraum leistet 67 PS (48,5 kW) und wird mit einem Norm-Mix-Verbrauch von 4,7 Liter auf 100 Kilometer angegeben. Mit ihm benötigt der i10 14,9 Sekunden bis er aus dem Stand Tempo 100 erreicht hat. Mit dem 87 PS (64 kW) leistenden Vier-Zylinder verbraucht der i10 nur wenig mehr (Normwert: 4,9 Liter/100 km) ist aber agiler und macht an Steigungen mehr Spaß. Im kommenden Jahr soll ein Autogasantrieb (LPG) dazu kommen. Ein Diesel sei dagegen nicht geplant.

Ein wesentlicher Vorteil, der allerdings jedem Hyundai mit auf den Weg gegeben wird, ist die Garantie über 5 Jahre ohne Kilometerbegrenzung. Neben der Kostensicherheit wirkt sich die lange Garantiedauer positiv auf den Werterhalt aus.