Ford macht den Max neu

Ford zeigt sich familienfreundlich und frischt mit dem C-Max auf. Wichtigste Änderungen sind eine neue Front mit Tagfahrlicht, sparsamere Motoren, modernisierte Multimediaanbindung, ein aufgeräumteres Cockpit und die bessere Dämmung. Ab Juni kann der besonders bei Familien beliebte C-Max bei den Händlern besichtigt und Probe gefahren werden. Seit der Einführung der ersten C-Max Generation im Jahr 2003 wurden europaweit mehr als 1,3 Millionen verkauft, 250.000 alleine in Deutschland. Seit 2010 gibt es den C-Max in zwei Varianten. Als 5-Sitzer und als Grand C-Max mit Platz für bis zu 7 Personen und zwei Schiebetüren.

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Aston Martin Kühlergrill

C-Max, wie Grand C-Max sind nun stolze Träger des aktuellen Ford-Familiengesichts. Das Blechkleid fällt dabei nicht weit vom Stamm der neuen, globalen „One Ford“ Designsprache. Hinter diesen kernigen Marketingbegriffen versteckt sich ein trapezförmiger Aston-Martin Kühlergrill, spitze Frontleuchten und lang-gezogene Nebelscheinwerfer. Zusammen mit der „Ford-Pflaume“, also dem Ford-Logo, als symbolische Gallionsfigur auf dem Kühlergrill, bilden diese Elemente das Antlitz des neuen C-Max. Die nun einteilige Kofferraumklappe, sowie die erschlankten Rückleuchten runden die stimmige Optik des kompakten Vans ab.

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Neue Ordnung und weniger Tasten

Der C-Max ist und bleibt ein Familienvan. Seine Klientel wünscht sich Platz, Flexibilität und Funktionalität. Mit dem neu gestalteten Innenraum will Ford diesen Bedürfnissen gerecht werden. Am deutlichsten wird das am neuen Bedienkonzept. Der Kompakt-Van ist nun mit dem verbesserten Konnektivitätssystem Ford SYNC 2 ausgestattet. Es besitzt einen 8-Zoll Touchscreen und Sprachsteuerung. Damit ist es im Vergleich zum Vorgängermodell nun deutlich intuitiver bedienbar und kommt mit weniger Schaltern und Tasten aus. Das führt zu einer aufgeräumteren, nicht mehr überladenen Optik, auch wenn der große Touchscreen nicht so ganz in die Mittelkonsole passen mag. Das Mittel der Materialwahl im Innenraum ist zwar Kunststoff, doch zurückhaltende Chromapplikationen werten dieses Bild auf und schaffen eine wohnlichere Atmosphäre.

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Viel Flexibilität im Innenraum

Familien brauchen bekanntlich allerlei Stau- und Ablagefächer. Der neue C-Max bietet hier ein neu entwickeltes flexibles Ablagefach in der Mittelkonsole. Es kann Literflaschen genauso aufnehmen wie Kaffeebecher. Auch im großen Handschuhfach lassen sich Dinge gut verstecken. Wer Kleinteile verstauen möchte, findet hierfür Platz im oberen Teil des Armaturenbretts oder in den geräumigen Fächern in der Türverkleidung. Hier ist auch eine USB-Schnittstelle eingebaut, an der die ganze Familie die Smartphones laden kann. Streitpunkt könnten mehrere gleichzeitig entleerte Handys sein. Aber das regelt die Familienhackordnung dann schon von alleine.

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Heckklappe lässt sich per Fußgeste öffnen

Das Beladesystem des C-Max ist vorbildlich. So ist er der erste Van seiner Klasse, der eine elektrische, sensorgesteuerte Heckklappe besitzt, die sich über eine Fußbewegung öffnen lässt. Beim Beladen ist die Flexibilität des C-Max beeindruckend. So lassen sich alle Sitze mit einem einzigen Handgriff flach weg-klappen. Das schaffe auch Menschen mit weniger Kraft. Das Umlegen der Rücksitze führt beim C-Max zu einem Ladevolumen von 432 Litern  und 1.684 Litern bei komplett heruntergeklappter Rückbank.

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Auch beim Grand C-Max steigt das Ladevolumen: 520 bis 1.787 Liter. Als 7-Sitzer bleiben bei aufrechter 3. Sitzreihe lediglich 79 Liter an Stauraum übrig. Legt man 2. und 3. Reihe allerdings um, erhält man 1.706 Liter Stauvolumen. Alle Werte gelten übrigens für vollständige Beladung bis zur Dachunterkante. Anhand dieser Werte wird die große Gepäckraumvariabilität des Fords deutlich. Ob man nun Kinder, Fahrräder, Hunde oder alle aufs Mal transportieren will, alles scheint mit dem Klapptrick  möglich.

 

Flüsterleise und neue Assistenzsysteme

Fährt man den neuen Ford Familien-Muli fällt einem die neu-gewonnene Stille sofort auf. Größere Seitenscheiben, bessere Heckklappendichtungen und eine optimierte Schallisolierung des Motorraums sorgen für Ruhe. Es sei denn, die Kinder machen da nicht mit. Außerdem ist der neue C-Max mit nahezu allen modernen Fahrerassistenz-Systemen ausstattbar. Dazu zählt der überarbeitete Notbrems-Assistent, der nun bis 50 km/h statt nur bis 30 km/h funktioniert. Außerdem ist ein Querverkehr-Warner bestellbar, der frühzeitig reagiert, um mögliche Unfälle zu vermeiden. Für 870 Euro kann für die Topausstattung einen aktiven Tempomat ordern. Das ist nicht unwichtig, können sie doch helfen das Leben unserer Liebsten zu schützen oder schlicht das Ein- und Ausparken erleichtern.

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2,0-Liter-Diesel und 1,5-Liter-Benziner

Für den C-Max stehen je 5 Benzin- und Dieselmotoren zur Wahl. Wir haben die zwei relevantesten für Sie getestet. Das ist zum einen ein 150 PS starken 2,0-Liter-Diesel. Direkt fällt die bessere Motorraumisolierung auf. Denn der Motor arbeitet leise und scheinbar in weiterer Ferne als beim Vorgänger. Selbst bei höheren Drehzahlen wird der Selbstzünder nicht unangenehm aufdringlich. Man darf jedoch nicht erwarten, dass die Power dieses Motors einen beim Kick-Down in die Sitze presst. Eher ist der Diesel ein ausgewogener Vernunftmotor mit ausreichend Beschleunigungskraft. Die Ratio wird beim Verbrauch deutlich. So begnügt sich der Diesel mit 4,4 (Grand C-Max: 4,6 Liter) pro 100 km. Unter 10 Sekunden kann man sich im Van auf Tempo 100 katapultieren.

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Der zweite gefahrene Motor ist ein Benziner. Die neue Generation begnügt sich mit 1,5 Liter Hubraum, statt wie bisher 1,6. Der Turbobenziner ist ein 150 PS starker Vierzylinder. Um seine volle Leistung zu entfalten, benötigt er höhere Drehzahlen. Dann klingt sein Sound aber mindestens nach zwei Zylindern mehr. Doch darauf kommt es ja nur sekundär an. Der 4-Zylinder gibt sich mit 6,1 Litern Verbrauch zufrieden. Ein sehr guter Wert für ein Fahrzeug dieser Größe.

 

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Ein kleiner Van der Spaß macht

Wer es auf der Landstraße mal krachen lassen will, der sitzt im Ford richtig. Das Fahrwerk ist nach wie vor straff ausgelegt. Durch die präzise Lenkung lässt sich der Ford behände durch die Kurven schlängeln. Die manuelle Schaltung ist sehr leichtgängig. Schaltfaule sollten das Automatikgetriebe wählen. Denn gerade als Familien-Chauffeur schadet es nicht, volle Konzentration auf die Straße zu bündeln oder wenn nötig, mal eine Hand frei zu haben.

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Fazit:

Familien werden den C-Max lieben. Einzig und alleine bei den fahrberechtigten heranwachsenden Familienmitgliedern könnte sich der Ford unbeliebt machen. Denn mit dem Schlüsselsystem My-Key können Eltern ihren Kindern ein Tempolimit oder Lautstärkenlimit der Soundanlage programmieren. Das kann zu Familienstreitigkeiten führen. Der niedrige Einstiegspreis des C-Max allerdings eher nicht. Denn an Preisen und bekannten Ausstattungslinien hält Ford fest. Der günstigste C-Max kostet in der Ambiente-Variante unverändert 17.850 Euro. Der getestete 150-PS-Benziner verlangt mindestens 23.100 Euro in der Trend Ausstattung. Für die umfangreichere Ausstattungsvariante Titanium werden 2.150 Euro mehr fällig. Das gute Sync2-System ist darin bereits enthalten. Wer in den Genuss von 14 Zentimetern mehr Länge, einer Dritten Sitzbank (760 Euro) und hinteren Schiebetüren kommen will, der muss die für die „Grand“-Variante für zusätzliche 1.500 Euro überweisen.

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