Wie präsentiert man als Reifenhersteller am besten ein neues Reifen-Modell? Und wie macht man den Kunden klar, wie gut die neue Reifenmischung ist? Klar, da gibt es Vergleichstests. Deren Kredibilität will ja keiner anzweifeln. Doch bei der Frage, wie gut ein neuer Reifen wirklich ist, geht einfach nichts über unzählige Testkilometer.Die Beurteilung der perfekten Gummi-Mischung und Profilkombination unterliegt letztlich aber immer auch einer subjektiven Einschätzung. Dafür zuständig ist Michael Stenten. Seine Berufsbezeichnung: Subjektiver Testfahrer. Oder wie ich ihn nenne: Michael „The Maschine“ Stenten. Sein Job war es, mir innerhalb von fünf Tagen zu erklären, welchen Aufwand die Falken Tyre Europe GmbH betreibt, um einen perfekten Reifen zu entwickeln.Alles begann in Barcelona, wo mich ein muskelbepackter zwei Meter Hüne im Porsche Macan S abholte. Kein normaler Porsche und definitiv kein „normaler“ Mann. Das Auto grün-blau mit Falken Logo gebrandet und im Fond ein Käfig zur Stabilisierung. Der 2-Meter-Mann nahm auf dem Schalensitz Platz, das Lenkrad fest in beiden Händen, der Blick konzentriert auf die Straße gerichtet. Als hätte er nie etwas anderes getan. Vielleicht erblickt er in diesem Auto sogar das Licht der Welt. Beim Thema Reifen macht ihm jedenfalls keiner etwas vor. Und selbstverständlich macht man dazu auch keine Späße.Der Weg führte uns 600 Kilometer von Barcelona aus an der Küste entlang über Valencia nach Denia, wo die Fähre nach Ibiza absetzt. Das Lenkrad gab „The Maschine“ während der kompletten Strecke – selbstredend – nicht aus der Hand. Würde die Auswertung verfälschen  versteht sich. Ich vermute aber, der Mann mit dem Aachener Dialekt hatte Angst, bei mir Beifahrer zu sein und „sein Baby“ aus der Hand zu geben. Auf dem Weg erzählte er mir voller Stolz, dass er bei der Entwicklung des Falken AZENIS FK510 maßgeblich beteiligt war.Viele tausend Testkilometer und unzählige Stunden sei er gefahren, um die perfekte Standart-Bereifung für den Macan S herauszufinden. Die Autoindustrie vertraut auf sein Urteil. Vielleicht macht er deshalb keine Witze über seine Arbeit.Ich jedenfalls lebe nach dem Motto: vertraue keinem, der nicht auch mal ein Bierchen trinkt. Deshalb nutzte ich die Zeit auf der Fähre um mit Micha eins zu zischen. Dabei verrät er mir mehr über „seinen“ Reifen – also den Falken AZENIS FK510. Der sei ein Ultra High Performance Reifen (UHP). Die Nachfrage nach diesem Reifentyp steige kontinuierlich. Am Ende habe „sein“ Reifen nicht nur die Tester der Autozeitung beeindruckt, der FK150 bekam auch das Prädikat „sehr empfehlenswert“ von der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ). Das sei zwar schön, doch nach seiner eigenen Bewertung habe er das Testurteil einfach erwartet.

Ibiza begrüßt uns mit strömendem Regen. Und „The Maschine“ erwähnt beiläufig, dass der neue Falken-Reifen besonders gute Aquaplaning Eigenschaften besitze. Verantwortlich dafür sei der vergrößerte Profilnegativanteil in Kombination großvolumigen Längs-Rillen und einer runderen Schulterkontur. Sogenannte „Blade-Sipes“ würden die Kontaktfläche des Reifens beim Einlenken optimieren und eine effizientere Durchtrennung des Wasserfilms auf der Fahrbahn ermöglichen.Bei trockener Fahrbahn wird schnell deutlich, dass der Reifen gute Bremseigenschaften mitbringt, beim Bremsen in puncto Richtungsstabilität und Fahrdynamik herausragt. Die „Adaptive Constant Pressure Technologie“ sorge für gleichbleibende Druckverteilung in der Kontaktfläche, klärt mich Michael auf. Das 4D-Nano Design sorge für Grip und Komfort, lerne ich. Denn bei Kurvenfahrten gewährleisten die Längsrillen und verbesserte Seitenwand-Stabilität kürzere Bremswege, bei höherer Laufruhe. Nach unseren 900 Testkilometern hat Michael mir so ziemlich alles erklärt, was man über den Reifen wissen sollte.Auf Ibizza arbeitet Falken in einer Kooperation mit „DJI“, einem großen Drohnen-Produzenten aus China. Drohnen fliegen über bunte Autos und filmen sie dabei. Das passt gut zusammen. Und passt auch gut zum jungen Publikum, das man bei Falken mit dem neuen Hochleistungsreifen ansprechen will. Es ist nicht einfach einen solchen Reifen zu vermarkten, denn es fehlt vielen am Bewusstsein für die Bedeutung eines guten Reifens. Michael sagt: „Mit schlechten Reifen ist das beste Auto nur halb so gut“. Und er verrät mir, dass es große Unterschiede zwischen Reifen gebe.

Fazit:

Eine spannende Woche auf Ibiza hat mein Wissen zum Thema Reifen massive ausgeweitet. Jeder aus dem Falken-Team gab sich alle Mühe, mir das Thema Reifen noch näher zu bringen.Und vom „subjektiven Testfahrer“ Michael Stenten habe ich gelernt, dass ein guter Reifen durch die Summe aus sehr viel Erfahrung und vielen tausend Testkilometern entsteht. Der Azenzis FK510 sei jedenfalls die erstklassige Kombination aus Fahrdynamik, kurzem Bremsweg, Spurtreue und sehr guten Aquaplaning Eigenschaften. Seit dem Frühjahr kann der Falken KF510 in allen Größen von 17-20 Zoll mit dem Geschwindigkeitssymbol „Y“ erworben werden. Alle KF150 verfügen über eine Felgenschutzleiste und können für Geschwindigkeiten bis 300 Stundenkilometer zugelassen werden.