Erst ein Diesel und jetzt auch noch ein Kombi: Wird Porsche am Ende zu einer ganz normalen Automarke? Die Gefahr scheint gering, dagegen sprechen schon Stückzahlen und Preisgestaltung. Doch mit der Einführung des Panamera Sport Turismo zeigen die Zuffenhausener, dass sie sich mit den zurückliegenden Produktionsrekorden nicht zufrieden geben wollen.

Ob man den Sport Turismo lieber als Langheck-Limousine, als Shooting Brake oder noch etwas anderes ansehen sollte, wird aktuell auf der internationalen Fahrpräsentation des Fünftürers verhandelt. Ob er reinrassiger Sportwagen ist, werden die Testrunden auf dem Vancouver Island Motorsport Circuit belegen. Tatsache ist, dass der Sport Turismo vom Start weg in fünf Antriebsvarianten angeboten wird. Dazu gehören drei Benziner von 234 kW / 330 PS bis 404 kW / bis 550 PS, ein Diesel mit 310 kW / 422 PS und ein Plug-In-Hybrid mit 340 kW / 462 PS Systemleistung.

Auch wenn ihn nur das vergrößerte Gepäckabteil von „normalen“ Panamera zu unterscheiden scheint, steckt im Sport Turismo mehr, als auf den ersten Blick sichtbar. Die Seitenteile der Karosserie sind komplett neu, zu erkennen an der zarten Blechfalte, die sich von der A-Säule bis zum variablen Dach-Heckspoiler des Fünfmeter-Schlittens zieht. Erstmals bietet Porsche im Panamera eine „4+1“-Sitzkonfiguration an, die einen – wenn auch bescheidenen – Passagierplatz zwischen den beiden Fondsitzen vorsieht. An der Heckklappe ist die Ladekante für einen besseren Zugriff auf den Kofferraum deutlich tiefer als bei der Panamera-Limousine.

Da die beiden Hauptmärkte für Porsche, USA und China, nicht gerade als Kombi-affin bekannt sind, wird der Verkaufsschwerpunkt des Sport Turismo in Europa zu suchen sein. Etwa zwei Drittel des Volumens werden voraussichtlich auf dem „alten Kontinent“ bleiben. Am Gesamtabsatz des Panameras wird ihm ein Anteil von bis zu 20 Prozent zugetraut. Die Preise beginnen bei 97 557 Euro. ampnet

Fotos: Porsche