Im Autoland Deutschland erfreuen sich so manche Marken einer überraschend hohen Zulassungsquote. Diese sei auch jedem Automobilhersteller gegönnt. Denn wenn viele Autos zugelassen werden können, müssen sie ja zuvor auch von irgendjemandem gebaut worden sein. Arbeitsplätze sind also sicher. Doch bei einem etwas genaueren Blick wird diese Zulassungswand ein wenig spröde. Das Stichwort lautet Eigenzulassung. Wie nun aus einer Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, die ein Fachmagazin ausgewertet hat (nur Fabrikate mit mindestens 0,5 Prozent Marktanteil), rangiert Porsche mit einem Eigenzulassungsanteil von 50,8 Prozent im Januar auf dem ersten Platz. Hinter Porsche liegt Honda mit 49,7 Prozent Händler- und Werkszulassungen, gefolgt von Fiat (48,9 Prozent) und Nissan (48,1 Prozent). Für insgesamt acht Fabrikate verbuchte das KBA einen Eigenzulassungsanteil von 40 Prozent und mehr.

Das japanische Fabrikat Mitsubishi schaffte den größten Sprung nach oben und steigerte den Anteil der Händler- und Werkszulassungen um 15,9 Prozentpunkte auf 39,2 Prozent. Seat fuhr dagegen den Eigenzulassungsanteil am stärksten zurück. Im Januar 2018 betrug er bei der spanischen VW-Tochter noch 15,5 Prozent, während er ein Jahr zuvor noch bei 30,6 Prozent gelegen hatte. Den niedrigsten Wert wies die Statistik einmal mehr für Dacia aus. Bei der rumänischen Renault-Tochter entfielen zehn Prozent der neu registrierten Fahrzeuge auf den Importeur und seine Händler. Auf dem deutschen Gesamtmarkt war der Eigenzulassungsanteil im Januar rückläufig. Mit 31,5 Prozent lag er 2,7 Prozentpunkte unter dem Wert vom Vergleichsmonat des Jahres 2017. mid