1955 brachte Citroën ein Luxus-Auto auf den Markt, das im Lauf der Jahre Kult-Status erreicht hat. „La Desse“ (die Göttin) wurde berühmt. Und so hat sich der französische Hersteller im Jahr 2010 entschlossen, diese noch heute währende Bekanntheit zu nutzen und mit ihr eine eigene Marke zu kreieren. Selbstredend eine Edel-Marke. Als der DS 3 auf den Markt gekommen ist, trug er noch den Namen der Mutter. Nun bekommt, nach DS 4 und DS 5, auch er eine eigenständige Optik mit neuer Front, ohne den Citroën Doppelflügel, dafür aber mit einem auffälligen DS-Logo. Neu gezeichnet wurde auch der Kühlergrill mit neuem Gittereinsatz und den bis unter die Scheinwerfer laufenden Aluminium-Flügeln. Bis 2020 wollen die Franzosen sechs Modelle unter dem Label der neuen Premiummarke auf dem Weltmarkt etablieren. Avantgardistisches Design mit Liebe zum Detail, innovative Technologie und hoher Fahrkomfort sollen wesentliche Merkmale der DS Fahrzeuge sein. 

Mehr Ausstattung und mehr Optionen

Personalisierbarkeit soll bei allen DS Modellen eine tragende Rolle spielen. So kann der DS 3-Kunde fortan aus 78 Farbkombinationen beim überarbeiteten DS 3 wählen. Das Touchscreen-Infotainment-System, das nun mit 20 Tasten weniger als bisher auskommt, wurde um neue Funktionen erweitert. So können Smartphones per MirrorLink, Android Auto oder Apple CarPlay eingebunden werden. Der neue DS 3 verfügt nun zudem über Parksensoren, einer Rückfahrkamera, einem aktiven Bremsassistenten und einer Berganfahrhilfe. Für den 110-PS-Benziner, der mit Turbo-Unterstützung aus 3-Zylindern 130 PS zieht und 230 Newtonmeter auf die Straße bringt, gibt es ein überarbeitetes 6-Gang-Schaltgetriebe.

DS3 Performance markiert Leistungsspitze

Ab Juli stellen die Franzosen den Kunden zudem eine Power-Unit zur Wahl, die schon heute bestellbar ist. Die potente Performance-Variante zaubert kraftvolle 208 PS aus einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo-Benziner und sorgt für ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmetern. Geschaltet wird auch hier mit einem manuellen Sechs-Gang-Getriebe. Gegen Mehrpreis gibt es für das Performance Modell ein Sperrdifferenzial für die Vorderachse. Die Spur des sportlichen DS 3 wurde breiter ausgelegt, die Bremsanlage größer dimensioniert und die Bodenfreiheit durch einen Tieferlegung um 15 mm niedriger. Ein Doppelendrohr, schwarze 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, schwarze Bremssättel der Vier-Kolben-Bremse sowie Schalensitze mit Lederbezug, Karbon-Applikationen und ein spezielles Kombiinstrument unterstreichen markant die Sportlichkeit des DS 3 Performance. Das obere teil des Armaturenbretts glänzt in edlem Schwarz. Nicht ganz so schick geht es weiter untern zu hier dominiert einfacher Kunststoff.

Die Klappe des Handschuhfachs ist arg einfach ausgefallen. Unsere erste Testfahrt mit dem Kompaktsportler auf einem Rundkurs zeigte eine perfekte Fahrwerksabstimmung. Der sportliche Edel-Franzose scheint förmlich auf dem Asphalt zu kleben und lässt sich dabei leicht beherrschen. Kaum ein Wanken bringt ihn von seinem dynamischen Weg durch die Pylonengasse ab. Auch das Sound Design der DS 3 Performance hat uns begeistert. Auch das Wummern der Doppelauspuffanlage macht jedem Gasstoß Freude.

Den neuen DS 3 gibt es ab 15.890 Euro zu kaufen. Mit 19.840 Euro starten die Preise für die sogenannte Cabrio-Version mit dem elektrisch nach hinten rollenden Stoffverdeck. Die Performance Variante, die auch als Cabrio zu haben ist,  gibt es ab 26.990 Euro. Auf den Fotos ist die limitierte Edition „Black Special“ zu sehen, die noch einmal 3.000 Euro mehr kostet. Verkauft werden die DS Modelle künftig in „DS Salons“ und „DS Stores“ (Shop in Shop mit Citroen und Peugeot).  70 DS  Standorte sind für Deutschland geplant. Denn die „unverwechselbaren Unikate“ sollen in ansprechendem Umfeld präsentiert werden.