Dass die Kfz-Steuer für Diesel-Pkw höher ist als für Benziner, ist den meisten Autofahrern bewusst. Doch dass Selbstzünder-Modelle meist auch bei der Kfz-Versicherung deutlich teurer sind, mag so manchen überraschen. Laut Vergleich eines Vergleichsportals liegt der Unterschied bei bis zu 60 Prozent.

Diese Abweichung ergibt sich beim Blick auf das Einstiegmodell der Mercedes A-Klasse. Der A 160 CDI kostet bei 5.000 Kilometer jährlicher Laufleistung 246 Euro mehr in der Vollkasko als der Benziner A 140. Ein Sonderfall? Nein, auch Fahrer eines VW Passat zahlen für die Diesel-Variante rund ein Drittel mehr. Im Schnitt fallen für einen Diesel 17 Prozent mehr Versicherungskosten an als für einen vergleichbaren Benziner.

Die Erklärung des Vergleichsportals: „Dieselfahrzeuge sind häufiger in höhere Typklassen eingestuft, da deren Schäden durch höhere Anschaffungspreise teurer in der Regulierung sind. Außerdem gehen Versicherer davon aus, dass Fahrer von Dieselfahrzeugen mehr Kilometer im Jahr zurücklegen und damit das Unfallrisiko steigt.“ Hier stellt sich jedoch die Frage: Ist dieses höhere Risiko nicht bereits durch die verpflichtende Angabe der jährlichen Laufleistung berücksichtigt? Eigentlich schon. mid