Auch die Liebe hat ihren Preis. Vor allem bei alten Autos geht die Liebe durch den Wagen und es ist durchaus von Vorteil für den Besitzer, den Wert seines vierrädrigen Lieblings nicht nur geschätzt, sondern in einem fachmännischen Gutachten dokumentiert zu wissen. Auch für das begehrte H-Kennzeichen muss das alte Auto begutachtet werden. Deshalb raten die Fahrzeugexperten des TÜV Thüringen auf jeden Fall bei klassischen Fahrzeugen zu einem Wertgutachten, das der Eigner auch als Nachweis des Originalzustands heranziehen kann.

Zudem kann der Besitzer damit belegen, dass er womöglich mit einem Vermögen herumfährt. Denn die Preise am Oldtimermarkt kannten in der jüngeren Vergangenheit meist nur eine Richtung: Sie entwickelten sich zum Teil stürmisch nach oben. Allerdings kann es dennoch bei einem Unfall zu Enttäuschungen kommen. Denn die Besitzer der klassischen Fahrzeuge fühlen sich meist durch die im Nachhinein vorgenommene Schätzung der gegnerischen Versicherung benachteiligt.

Da ist es von Vorteil, wenn der Oldie-Eigner ein Wertgutachten mit einer Fotodokumentation vorlegen kann. „Wer das kann, der hat in der Regel gute Karten, auch den Preis zu bekommen, den sein Fahrzeug tatsächlich wert ist“, sagt Achmed Leser, Schaden- und Wertgutachter vom TÜV Thüringen. Denn in die Ermittlung des Oldie-Wertes fließen tatsächlich mehr Fakten ein, als nur der Fahrzeugzustand. Wichtig sind die Bewertung der Originalität, eine lückenlose Dokumentation bei der Restaurierung oder die Seltenheit des Fahrzeugs. Eine Bewertung nach Tabellen, wie sie bei jüngeren Baujahren angewendet werden, ist laut Experte Leser dafür nicht geeignet. mid