Der Smart wird zur Dropbox

Böblingen (weiz). Smart und DHL wollen gemeinsam mehr Lebensqualität in die Städte bringen. Künftig soll es mit „ready to drop“ möglich sein, Pakete über Nacht in den Kofferraum des eigenen Smart liefern zu lassen.  „Unsere Autos parken überwiegend draußen“, erklärt Annette Winkler, Chefin von Smart, in Böblingen. Damit eigene sich ein Smart bestens, um in ihm Paket abzuliefern, weiß die Smart CEO. Das urbane Fortbewegungsmittel Smart, solle nach und nach mit weiteren Zusatznutzen für in den Innenstädten lebenden Nutzer kreieren. „Car to go“ und nun auch „ready to drop“ seien nur die ersten Innovationen in dieser Richtung.

Aber wie funktioniert „ready to drop“? Technische Voraussetzung: Der jeweilige Smart muss mit einer sogenannten „Connectivity Box“ ausgestattet sein. In der Testphase (Beta-Phase) können sich interessierte Nutzer unter „www.smart.com/drop“ für die kostenfreie Ausstattung des eigenen Smart mit dieser Box bewerben und sich auch bei DHL für den Service anmelden. In der im Herbst beginnenden Beta-Phase sollen zunächst Stuttgart und bald darauf Köln, Bonn und Berlin mit dem Service versorgt werden. Bis im Frühjahr 2017 sollen insgesamt sieben Städte angeschlossen sein. Wer dann etwas via Internet bestellt, kann bei DHL anstatt der klassischen Auslieferung auch die Lieferung in den Smart wählen. Die Auslieferung soll zunächst nur nachts zwischen 23 Uhr und 5 Uhr morgens erfolgen. Der DHL Fahrer erhält dann einen einmalig nutzbaren Code, mit dem er Zutritt zum Auto erhält, das Paket einlegt und den Smart anschließend digital wieder verschließt. Vorausgesetzt, das Fahrzeug wurde im Umkreis von 300 Metern um die registrierte Heimadresse abgestellt. So werden die oftmals lästigen Ablieferungen bei Nachbarn vermieden und zeitaufwändige Fahrten zur Poststelle können der Vergangenheit angehören.Das System funktioniert Smartphone-basiert. Sowohl Smart Fahrer wie auch Paketzusteller nutzen spezielle Apps. Im Rahmen des Bestellprozesses im Internet generiert der Smart Kunde über eine Smart-App eine TAN (Transaktionsnummer) mit der der Paket-Zusteller den Wagen innerhalb eines bestimmten Zeitfensters öffnen kann. Per App wird der Kunde nach erfolgter Auslieferung informiert, sobald das Paket in seinem Smart abgelegt worden ist.

Interessierte, die sich zeitnah (first come first serve) registrieren, können zum Start mit einer kostenfreien Connectivity Box rechnen. Die Box funktioniert mit allen Smart der aktuellen und der vorhergehenden (C451) Generation. Wer den Smart-DHL-Service zum Anlasse nehmen möchte, einen neuen Smart zu kaufen, bekommt ab September das Sondermodell „ready-to-edition“ zu Preisen ab 15.930 Euro, bei dem ein Live-Traffic-Navigationssystem, ein Doppelkupplungsgetriebe und natürlich die Connectivity Box bereits beinhaltet ist.