Das Konsum-Barometer steht auf Schönwetter. Nach einem konjunkturell trüben Herbst zeigt sich das Kaufklima jetzt freundlicher. Das kommt laut Verbraucherindex der Bank CreditPlus auch dem deutschen Automobilmarkt zugute. Die konkreten Kaufabsichten der Deutschen für Autos sind im Vergleich zum vergangenen Herbst um drei Prozentpunkte gestiegen und liegen aktuell bei 14 Prozent – drei Prozentpunkte mehr als im vergangenen Herbst.

Hoch im Kurs stehen demnach vor allem Neuwagen. Bei 68 Prozent der Verbraucher stehen fabrikneue Autos ganz oben auf der Wunschliste. Das mag daran liegen, dass laut CreditPlus rund Dreiviertel der Befragten optimistisch in ihre finanzielle Zukunft schauen. In den kommenden drei Monaten will jeder siebte deutsche Verbraucher ein Fahrzeug kaufen. Zwar wollen die Meisten ein brandneues Auto erwerben. Doch die Wenigsten entscheiden sich für eine Luxusausstattung (Männer 29 Prozent, Frauen 19 Prozent).

Generell wird beim Autokauf in Deutschland nicht so sehr auf den Pfennig geachtet: 58 Prozent rechnen mit einem Anschaffungspreis von mehr als 12.500 Euro. 16 Prozent der Interessenten sind bereit, 25.000 Euro bis 37.500 Euro auszugeben. Fast ebenso viele Käufern (14 Prozent) greifen besonders tief in die Tasche: für sie darf ein Neuwagen sogar mehr als 37.500 Euro kosten.

Fast die Hälfte der Fahrzeugfreunde kann sich dabei durchaus vorstellen, so eine große Anschaffung über einen Kredit zu finanzieren. Das gilt besonders für Erwachsene zwischen 22 und 54 Jahren, die über ein Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.500 und 3.500 Euro verfügen. Der Grund: Mit einer finanziell soliden Basis können sie regelmäßige Ratenzahlungen leichter gewährleisten als viele jugendliche und ältere Konsumenten, für die eine Kreditfinanzierung seltener in Frage kommt. mid