Praktisch keine Bankzinsen fürs Ersparte – was also tun? Viele Menschen mit dickem Konto wählten deshalb in den letzten Jahren einen scheinbar bombensicheren Weg zur Kapitalvermehrung: Sie investierten in Old- und Youngtimer. Und das mit Erfolg. Doch jetzt scheinen die Zeiten des ungebremsten Wertzuwachses erst einmal zu Ende zu gehen, hat eine Fachzeitschrift analysiert.

Erste Anzeichen für eine Abschwächung der Oldie-Konjunktur gab es bereits bei den Branchen-Großereignissen Retro-Classics und Techno Classica im vergangenen Frühjahr. Zudem setzten einige auf rollende Kulturgüter spezialisierte Händler im Jahresverlauf erkennbar weniger um. Auch die Ergebnisse großer Auktionen blieben zuletzt hinter den Erwartungen zurück. „Viele hochpreisige Fahrzeuge blieben schlicht stehen“, so Steffen Dominsky von der Fachzeitschrift.

Er geht davon aus, dass Young- und Oldtimer für Liebhaber eine lohnenswerte Investition bleiben. Doch für reine Spekulanten werde die Luft vorerst dünner. Während einzelne Modelle einer Baureihe weiterhin gute Wertzuwächse erzielen würden, dürften andere künftig umso mehr abrutschen. Einfacher wird die lukrative Oldie-Szene in den nächsten Jahren garantiert nicht. mid