Die neue Limousine des südkoreanischen Autobauers Kia läuft ab Januar 2016 vom Band. Der neue Optima besticht durch sein europäisches Design, moderne Technologien, ausgewogenen Komfort und Sicherheitsattribute auf der Höhe der Zeit. Außerdem ist der Optima nun länger, höher und breiter.Kia Optima weißWarum sollte man nicht mal einen Kia kaufen? Unsere Straßen sind so voll mit Mercedes C-Klassen, 3er BMWs und VW Passats. Wer nicht im Strom der Masse mitschwimmen möchte, könnte diesen Kia durchaus auf die Liste der Kandidaten nehmen. Im umkämpften Markt der Mittelklasse-Limousinen dominieren nach wie vor die deutschen Hersteller. Kia hatte es mit dem Optima immer schwer. Doch das könnte sich mit dem neuen Modell ändern. Warum sollte der Kia Limousine nicht gelingen, was der Sorento schon geschafft hat. Nicht wenige Kunden haben erkannt, dass die Autos des koreanischen Herstellers längst nicht mehr tumbe Billigheimer sind. Kia hat technologisch enorm aufgeholt. Und seit der Deutsche Peter Schreyer für das Design von Kia zuständig ist, gefallen die Autos auch europäischen Kunden.KIa Optima 2015Optima Kombi kommt im Herbst 2016

Trotzdem bleiben die Koreaner bescheiden. Das macht sie sympathisch und gehört genauso zur südkoreanischen Kultur wie Spätzle zu den Schwaben oder das Oktoberfest zu Bayern. Allzu große Stückzahlen erwarten die Asiaten im deutschen Markt auch weiterhin nicht von ihrer Limousine. Sie sehen den Optima eher als Markenbotschafter, denn als Kassenschlager. Der Optima soll die Strahlkraft der Marke nach vorne bringen. Trotzdem würde man sich über einen Überraschungserfolg mit steigenden Absatzzahlen selbstredend freuen. Wenn in rund einem Jahr der Optima „Wagon“, also Kombi des Optima, in Deutschland auf den Markt kommt, könnte sich das ändern. Denn für die bekanntlich kombi-liebenden Deutschen könnte der Wagon ein spannendes Modell werden. Die Limousine könnte bis dahin der Wegbereiter für den Wagon sein und Marke wie Modell ins Bewusstsein der Menschen rücken.KIA Optima Der Optima überzeugt mit seiner frischen Anmutung. Sein Design wirkt ausgeprägt europäisch. Der Optima könnte glatt ein Volkswagen sein, so clean, dynamisch und fließend wirken seine Formen. Der Kühlergrill im schicken Chrom-Finish. Die Frontleuchten mit Charakter und Signatur. An der Front des Optima finden sich schöne Designmerkmale, die sogenannte Air-curtains. Sie verleihen dem Optima deutlich Breite und Präsenz. Schaut man aufs Heck, so fällt die Chromlinie über den hinteren Fenstern auf. Der angedeutete Spoiler verleiht der Limousine sportliche Züge. Dazu passen die in die Breite gezogenen schlanken Rückleuchten.Kia Optima RaumgefühlDem Raumgefühl und Komfort im Innenraum kommt zugute, dass der neue Optima einen Zentimeter länger und höher geworden ist. Ganze 2,5 cm ist er in die Breite gewachsen. Das spürt man nicht zuletzt in der zweiten Sitzreihe. Selbst groß Gewachsene können hier bequem die Beine ausstrecken. Aus der Sicht des Fahrers lässt sich ein horizontales Layout des Armaturenbretts erkennen. Es ist in 3 Zonen aufgeteilt. Das Display um das serienmäßig 7 Zoll große Touchscreen-Navi,die Kontroll-Zone mit Klimaautomatik und Sitzheizung und eben der Fahrer Zone. Hier finden sich die teil-digitalen Instrumente und das optionale Headup-Display. Die Atmosphäre im Innenraum des Optima ist sehr angenehm. Das hat man durch bessere Materialen, Soft-Touch-Oberflächen und Chromverzierungen erreicht. Materialanmutung und Verarbeitung scheinen nicht weit von Volkswagen entfernt. Auch an den Sitzen wurde gearbeitet. Sie sind nun komfortabler und geben deutlich mehr Seitenhalt. Wer etwas mehr anlegen möchte, kann sich ein 8-Zoll Navi und ein Premium Soundsystem mit 10 Lautsprechern gönnen. Selbst belüftete Sitze sind gegen einen Aufpreis erhältlich. Auch das Gepäckfach des Optima II kann sich sehen lassen, 510 Liter kann es schlucken._43K2464Und auch bei den Sicherheits-Features kann Kia mithalten. So ist nun eine autonome Notfall-Bremsfunktion an Board. Sie nutzt die gleiche Kamera wie die Advanced Cruise Control. Eine weitere Kamera ist für den Querverkehr-Warner im Heck verbaut. Auch ein Around View Monitor ist optional erhältlich. Für ein Bild aus der Vogelperspektive werden 4 Kameras verwendet.KIA Otpima CocpitDem Fahrgefühl des Optima kommt zugute, dass 51 Prozent seiner Karosserie aus hochfestem Stahl bestehen. Die bisweilen synthetisch wirkende, elektronische Servolenkung lenkt präzise ein und wird bei hoher Geschwindigkeit deutlich straffer. Der Optima liegt auch in hohen Tempobereichen sicher und ruhig auf der Straße und bügelt Fahrbahnunebenheitensouverän aus. Denn auch die Dämpfung wurde neu abgestimmt. Die elektronische Dämpferregelung macht verschiedene Fahrmodi möglich. Damit kann der Optima auf Straßenstruktur und Abstimmungswunsch eingestellt werden._43K2458-1Das Fahren in diese Kia Limousine fühlt sich so solide, unaufgeregt und komfortabel an, dass es fast schon langweilig klingt. Durch bessere Dämmung haben die Kia-Ingenieure das Motorgeräusch um 4 Prozent vermindert. Straßengeräusche und Windgeräusche sollen sich um 3 bzw. 2 Prozent vermindert worden sein. Die bessere Aerodynamik wurde unter anderem durch einen geschlossenen Unterboden erreicht.

Motoren:

Zum Marktstart stehen zwei Motoren für den Optima zur Verfügung. Das ist zum einen ein 1,7 Liter Diesel mit 141 PS und zum anderen ein 2.0 Liter Benziner mit 163 PS. Einstiegsausstattungsvariante für den Benziner ist die „Edition 7“. Sie kostet in Verbindung mit dem Benzin-Motor 24.990 Euro und hat, wie oben bereits erwähnt, ein 7-Zoll-Touchscreen-Navi, Knieairbags, Klimaanlage und Rückfahrkamera serienmäßig an Bord. Den Diesel gibt es erst in der nächst höheren Ausstattungsvariante „Vision“. Bei ihr ist darüber hinaus eine Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze und ein Spurhalteassistent inklusive.  So kostet der Optima 27.690 Euro als Benziner und 29.990 Euro mit dem Diesel-Motor. Das schnell und ohne erkennbare Schubunterbrechung schaltende Doppelkupplungsgetriebe ist für Vielfahrer beinahe unerlässlich und für alle anderen meine Empfehlung. Es kostet zwar 2.000 Euro extra, macht das Fahren aber deutlich komfortabler ohne negativen Einfluss auf den Verbrauch. Mit dem Diesel befeuert verspricht Kia übrigens einen Normverbrauch von 4,4 Liter auf 100 Kilometer. In der Realität  dürfte dieser Wert rund 1,5 Liter höher liegen. In 11 Sekunden ist der Optima mit dem Diesel auf 100. Der Benziner gönnt sich einen DIN-Verbrauch von 7,4 Liter je 100 Kilometer. Im Alltagsbetrieb sollte in starker Abhängigkeit vom Fahrstil um die 9 Liter auf dem Bordcomputer des 1.600 Kilo wiegenden Optima II erscheinen. Mit dem Benziner versehen beschleunigt er in 9,4 Sekunden auf Tempo 100.

Wer auf eine kabellose Smartphone Ladestation nicht verzichten kann, der muss die teuerste Ausstattungsvariante „Spirit“ ordern und zusätzlich 150 Euro berappen.

Da man bei Kia weiß, dass Limousinen in dieser Fahrzeugklasse zu etwa 44 Prozent von Gewerbekunden gekauft werden, hat man für diese Zielgruppe zwei zusätzliche Ausstattungs-Varianten definiert. Die Intention dabei war, den Brutto-Listenpreis weiter zu drücken, um die Steuerlast durch den geldwerten Vorteil zu minimieren. Mit dem Business-Paket (25.290 Euro) und dem Business-Supreme-Paket (29.290 Euro) bekommen die Gewerbekunden sehr viel Ausstattung, die speziell für Vielfahrer interessant ist.

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Fazit: Geringere Innenraum-Geräusche, moderne Technologie, mehr Raum, höherer Komfort, klares Design und überzeugenden Fahreigenschaften. Das ist der Kia Optima II. Sein Einstiegspreis von 24.990 Euro sollte den Weg zu einer Probefahrt beim Kia Händler noch leichter machen. 7 Jahre Garantie und ein 7-jähriges Mobilitätsversprechen lassen die Folgekosten zudem kalkulierbarer werden. Warum eigentlich nicht mal einen Kia ins Auge fassen …