Den Ford Fiesta kennt wohl jeder. Kein Wunder – der Kleinwagen, der seit 40 Jahren zu unserem Straßenbild gehört, ist das meistverkaufte Auto der Welt. Ein Ende dieser Erfolgsstory ist nicht in Sicht, denn die nächste Generation des Kleinwagens steht bereits vor der Tür. Mitte 2017 soll der neue Fiesta zu den Händlern rollen. Mit einem gigantischen Aufgebot präsentierte Ford in der vergangenen Woche den neuen Fiesta.
Ford Fiestawurde im Kölner Ford-Werk vorgestellt2.500 Gäste, Händler und Medienvertreter aus aller Herrenländer, waren ins Kölner Ford-Werk gereist, wo auch die 8. Generation des Fiesta gebaut werden soll. Un die Bedeutung des Fiesta für Ford zu zeigen, sind auch Konzern-Chef Mark Fields und Europa-Chef Jim Farley nach Köln – Niehl gereist.
 
Showtime war ab 21 Uhr angesagt.

Gleich vier Versionen des neuen Fiesta rollten ins kalte Rampenlicht der W-Halle, in der bis vor wenigen Jahren Sechs-Zylinder-Motoren für den USA-Markt gebaut wurden. Zwischen einer umfangreich ausgestatteten
ford_fiesta2016_titanium_34_front_01Titanium-Version, der sportlichen ST-Line, dem edlen Vignale und dem Crossover-Modell Active mit angehobener Karosserie und Kunststoff beplankten Radhäusern wird sich der Kunde künftig entscheiden können. Individueller denn je können die neuen Fiestas von den Kunden zusammengestellt werden. Mini und Opel Adam lassen hier grüßen.
Wie gehabt wird es den Fiesta mit drei und fünf Türen geben. Ihrem neuen Baby verpassten die Ford-Ingenieure sieben Zentimeter Längenzuwachs und kaum erkennbare 12 Millimeter mehr in der Breite. So streckt sich der neue Fiesta auf nahezu vier Meter.

ford_fiesta_vignale_cockpitAuch den Innenraum des neuen Fiesta, der bei früheren Modellgenerationen von seinen Besitzern gern mal mit dem „Ford Fiasko“ betitelt, erfährt eine Aufwertung. Bis zu 8 Zoll sind die verbauten Touchscreens in HD Auflösung groß. Für das Infotainement kommt Fords System Sync 3 zum Einsatz. Als erste Baureihe im Konzern wird der Fiesta mit dem Soundsystem „B&O Play“ ausgestattet,  das vom dänischen Edelhersteller Bang & Olufsen beigesteuert wird.
Bis zu 
675 Watt haut diese speziell für den Fiesta entwickelte Soundanlage den Insassen um die Ohren. Bis zu 15 verschiedene Assistenzsysteme sind für den Neuen verfügbar. Als erster Ford besitzt der Fiesta den Notbrems-Assistenten (Pre-Collision-Assist) mit Fußgängererkennung, der auch nachts funktionieren soll. Während Ford bei Ambiente und Ausstattung viel neues zu bieten hat, kommen unter der Haube größtenteils Alltagsantriebe zum Einsatz. So setzt Ford  bei den Benzinern zunächst allein auf den Dreizylinder-Turbo, der im einen Fall aus einem Liter Hubraum zwischen 74 kW/100 PS und 103 kW/140 PS schöpft und mit einem neuen Sechsgang-Schaltgetriebe auf einen Verbrauch von 4,0 Litern kommen soll. In einer Version mit 1,1 Litern Hubraum wird dieser Motor auch mit 52 kW/70 PS oder 63 kW/85 PS angeboten. Alternativ gibt es einen 1,5-Liter-Diesel mit 63 kW/ 85 PS oder 88 kW/120 PS. Sein Norm-Verbrauch soll bei 3,1 Litern liegen.der neue FiestaFazit:

Recht viel Luxus für einen Fiesta, der 1976 erstmals als Fiesta MK1 neben einem normalen Dreitürer auch als Kleinlieferwagen angeboten wurde. Doch Ford hat den Fiesta der 8. Generation den Anforderungen des Marktes immer wieder angepasst und so wird er auch weiterhin eine breite Kundengruppe ansprechen. Der Preis für den neuen Fiesta? Offiziell wurde noch keinen Preis bekannt gegeben. Den bisherigen Ford Fiesta gibt es ab runden 12.000 Euro.

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Fotos: Nele Korn/Ford