Futuristisch und irgendwie knuffig wirkt die SUV-Studie C-Aircross Concept, die Citroen am 7. März als Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon vorstellt. Sie soll einen Ausblick auf die künftigen Kompakt-SUVs der Marke gewähren und mit einem Gesamtkonzept überzeugen, das Fahrer und Passagieren das Leben an Bord erleichtert.

Beim Karosserie-Design kommen die Designer gänzlich ohne Ecken und Kanten aus, das kann man positiv als runde Sache auffassen. Insofern hat Citroen schon recht, wenn die Franzosen von einer „fließenden Linienführung“ des 4,15 Meter langen, mit 1,74 Meter vergleichsweise schmalen und stattlichen 1,63 Meter hohen Wagens sprechen. Der beißt nicht, der will nur spielen oder aber: Etwas weichgespült wirkt er schon.

Um dennoch die für die angesagten SUV bedeutsame Abenteuerlust zu vermitteln, haben seine Väter dem C-Aircross Concept eine Rundumbeplankung aus schwarzem Kunststoff in Camouflage-Optik an Front und Heckschürze, den Radkästen und entlang der Seitenlinie unter den Türen verpasst. Die Türen sind im unteren mit Schutzleisten versehen, die doch stark an den Cactus erinnern. Die unter zwei schmalen LED-Tagfahrleuchten platzierten Hauptscheinwerfer wirken optisch eher wie Nebelleuchten. Durchaus Show-Qualitäten haben die Rückleuchten, die durch drei leuchtende, schwebende Ringe einen 3D-Effekt erzeugen.

Der großzügig geschnittene Innenraum – zu dem gegenläufig öffnende Türen Zugang gewähren – sowie ausgewählte Materialen und Farben sorgen nach Ansicht der Marken-Strategen für ein entspanntes Ambiente. Gleichzeitig ist der Fokus auf moderne Technologie auch optisch umgesetzt: Die Designer haben ein sehr luftiges Armaturenbrett ohne Kombi-Instrument entworfen, die wichtigsten Fahrinformationen werden direkt auf ein Head-up-Display in das Sichtfeld des Fahrers projiziert. Ein breiter 12-Zoll-Touchscreen in die Mitte des Armaturenbretts erledigt den Rest und bietet den Zugang zu den Fahrinformationen, zum Infotainment-System und Citroën Connect Nav, dem vernetzten 3D-Navigationssystem mit Sprachsteuerung.

Weitere Gimmicks: Die herkömmlichen Außenspiegel wurden durch zwei seitliche Kameras ersetzt. Die Bilder werden auf kleine Bildschirme übertragen, die auch den Innenspiegel ersetzen. Und eine hochauflösende HD-Bordkamera hinter dem Innenspiegel speichert jederzeit das Blickfeld des Fahrers nach außen. Mit einem Klick kann der Fahrer sein Blickfeld fotografieren oder filmen und es über soziale Netzwerke teilen. Die vorderen und hinteren Kopfstützen sind mit Lautsprechern und einem Mikrofon ausgestattet.

Die traditionsbewusst üppig dimensionierten Sitze wirken als würden sie schweben. Sie sind vorne wie hinten mit einem gesteppten Alcantara-Bezug mit Waffelmuster bezogen. Ablagen gibt es in der Studie in Hülle und Fülle, vorne erstreckt sich ein recht flaches Fach für kleine Gegenstände über das gesamte Armaturenbrett. Auch die Mittelkonsole beherbergt zur Not so einiges und ist außerdem mit einem Fach zum Aufladen des Smartphones per Induktion ausgestattet, im hinteren Bereich zusätzlich auch für die Fond-Passagiere. Mal sehen, wieviel dieser Spielereien bei einer Umsetzung in die Serie tatsächlich übrigbleiben. Beim Cactus waren es – allen Unkenrufen zum trotz – recht viele. mid