Der Sven Hedin von Westfalia ist eigentlich ein alter Bekannter. Bis 2009 war er eine feste Größe des westfälischen Traditionsunternehmens. Anfangs diente der VW LT als Basis, später der VW Crafter, danach wurde der Sven Hedin bis 2012 auf dem Mercedes Sprinter angeboten. Jetzt gibt es eine Neuauflage des Klassikers. Zum Einsatz kommt der neue Crafter in der Version mit serienmäßigem Hochdach und mittlerem Radstand und damit rund sechs Metern Länge.

Der Grundriss des Neulings ist bekannt: ein Doppelbett, quer im Heck verbaut, dazu gibt es einen abgetrennten Sanitärbereich, eine Längsküche sowie eine Sitzgruppe, in die Fahrer- und Beifahrersitz mit integriert werden können. Um im mit 1.832 Millimeter Breite recht schmal geratenen Innenraum des Crafter das Doppelbett quer im Heck realisieren zu können, greifen die Westfalen auf eine für die Fahrzeugklasse neue Lösung zurück, einen auf Knopfdruck ausfahrbaren Pop-Out, eine aufklappbare Verbreiterung auf der Fahrerseite. Sie ermöglicht die Vergrößerung des Heckbettes auf eine vernünftige Liegelänge von rund zwei Metern. Im Bereich der Füße ist die Schlafstatt einen Meter breit, auf der anderen Körperseite sind es maximal 135 cm. Die Preise des künftigen Spitzenmodells von Westfalia sollen – inklusive Diesel-Warmwasserheizung und zwei auch von außen zugänglichen und insgesamt 75 Liter fassenden Kühlschubladen – bei 59.900 Euro starten.

Eine weitere Neuheit ist die kompakte Ausführung des Columbus auf Basis des Fiat Ducato. Zwar gibt es den Columbus schon ein paar Jahre, den 5,41 Meter kurzen 540 D mit optionalem Aufstelldach schiebt Westfalia aber erst jetzt nach. Damit folgt der Traditionshersteller – wie zuvor schon Bürstner, Hymer, Van-Tourer oder Pössl – dem Trend zum kompakten Campingbus. Dabei bietet der „Kurze“ alles, was es bei den längeren Modellen auch gibt: Quer installiertes Heckbett, Küchenblock, Nasszelle und eine Halbdinette. Für die Fahrzeugklasse unüblich ist die Warmwasser-Heizung. Ohne Aufstelldach, das Westfalia erstmals für einen Ducato-Ausbau optional anbietet, ist der Westfalia Columbus 540 D ab 47.990 Euro zu haben.

Dritte Campingbus-Neuheit ist der nur 199 cm hohe Westfalia Kepler 6. Er ist eines der kleinsten Modelle der Marke und basiert auf der sechsten Generation des VW Bus in der Version mit langem Radstand. Der Kepler 6 besitzt eine klassische Seitenküche, durch sein Schienenboden-System ist er sehr variabel und mit weiteren Sitzplätzen – oder mit Staukästen – bestückbar. Bis zu sechs Sitzplätze lassen sich so realisieren, Schlafplätze gibt es für bis zu vier Personen. Der Grundpreis für den kleinen Campingbus liegt bei 51.900 Euro. ampnet

Fotos: Westfalia