Mit 2.800 Metern Höhe ist das Winterfahrtrainings-Gelände der BMW Snow Experience wohl das höchst gelegenste Fahr-Trainingszentrum der Welt. Es bietet mit elf verschiedenen Strecken eine einzigartig alpine Vielfalt.

Das 25. Jubiläum dieses Events scheint genau der richtige Zeitpunkt zu sein, um verschiedene BMW Modelle auf ihre Wintertauglichkeit hin zu testen. Der-Autotester driftet, rutscht und flutscht für Sie mit. Nachdem wir Dezember schon aus der Hitze Afrikas über die BMW Driving Experience in Namibia berichteten, wo Flussbetten, Dünen und Felsen auf dem fahrerischen Speiseplan standen, melden wir uns nun aus der Kälte.BMW Driving Experience in Sölden26.000 Autofreaks aus bisweilen 30 Ländern machen weltweit bei unzähligen BMW Trainings mit. 1990 waren es gerade mal 800 Teilnehmer im Jahr. Dabei bot BMW seinen Kunden schon 1977 die Möglichkeit ihre Autos im Grenzbereich zu erfahren und die eigenen fahrerischen Fähigkeiten zu verbessern. Insgesamt blickt das BMW Driving-Experience Programm auf 40 Jahre Know-How zurück. Das dient neben dem Fahrspaß auch der Sicherheit.BMW Driving Experience in Sölden Das Snow Experience Training in Sölden gehört zu einem der am stärksten frequentierten Events. Kein Wunder, ist Sölden gerade für deutsche Kunden günstig zu erreichen, bietet ausgesprochene Schneesicherheit und zudem eine alpine Landschaft, die ihres gleichen sucht.

Drei Hektar Trainingsfläche und drei gesperrte Passstraßen stehen in Sölden zur Verfügung. Ein großer alpiner Vergnügungspark also, der nur darauf wartet befahren zu werden.

BMW Driving Experience in Sölden Sicherheit gilt als Leitaspekt bei der BMW Driving Experience. Kontrolliertes Driften gehört genauso zum Programm, wie gezielte Bremsübungen oder das Erleben der physikalischen Grenzen auf verschiedenen Untergrundarten. Über- und Untersteuern sind im gerade im Schnee Vokabeln, die nicht nur James Bond bekannt sein sollten. Den Kursteilnehmern wird zunächst theoretisch und dann praktisch alles Wichtige ermittelt. So werden die perfekte Sitzposition im Auto, der ideale Lenkwinkel oder der passende Bremsdruck auf Schnee und Eis ausführlich erläutert. Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, geht es auch darum, vermeidbare Unfälle zu verhindern. Agenten Moves werden zwar geübt, doch das übergeordnete Ziel der Übungen ist, ein wacherer und besserer Fahrer zu werden.BMW Driving Experience in Sölden Was hat eigentlich James Bond mit der Driving Experience zu tun? Er ist aktuell der größte Werbeträger des mondänen Ski-Örtchens. Denn er verhalf Sölden über seinem aktuellen Film Spectre zu weltweiter Bekanntheit. Im Film liefert sich Daniel Craig eine rasante Verfolgungsjagd im 1,9 Kilometer langen Rosi-Mittermeier Verbindungstunnel, der vom Skigebiet in Sölden bis hin zum Rettenbachgletscher führt. Das verglaste ICQ-Gebäude in Spectre, eine futuristische Schönheits-Klinik in den Bergen, ist in der Realität ein großes Restaurant auf 3.000 Metern Höhe und gleichzeitig eine Dependance des Central Hotels in Sölden, das die Gäste kulinarisch wunschlos beherbergt.Doch wo bei James Bond in Verfolgungsjagden fabuliert und zusammengeschnitten wird, müssen Sie nun wirklich ran. Pardon, Sie dürfen ran. Zunächst zeigt uns DTM-Pilot Martin Tomczyk im M6 MotoGP Safety Car was auf Schnee so alles möglich ist. Wenn man-s kann. Hinterrad-, Allrad- und seit neustem ja auch Fronttriebler sind Mittel der Wahl. Mit dabei alle Modelle um X1, X3/X4 und X5/ X6. Doch auch 5er BMWs und sogar zwei M4 reichern das scharfe Menü an. Das BMW-Buffet ist eröffnet.

Haben sie sich schon mal gefragt wie eine Agenten-Wende im Auto funktioniert? Eigentlich ganz einfach. Sie beschleunigen rückwärts voll durch. Bei 50 km/h runter vom Gas, voll einlenken. Das Auto dreht sich 180 Grad um die eigene Achse. Blitzschnell die Bremse treten, Vorwärtsgang rein, Lenkrad gerade stellen und durchbeschleunigen. So entkommen Sie jeder Flucht-Situation. Ein bisschen Präzisionsübung bedarf das allerdings schon.

Jetzt wird es technischer. Wir beschäftigen uns mit dem XDrive Allrad-Antriebskonzept. Hier wird die Kraftverteilung elektronisch zwischen Vorder- und Hinterachse nivelliert. Das macht vor allem bei deaktivierter Traktionskontrolle DSC einen Heidenspaß. Irgendwie wie Schlittenfahren. Nur besser. Dabei stehen die reinen Hecktriebler deutlich weniger schlecht da, als man vermuten könnte. Selbst mit Heckantrieb lassen sich die Modelle aus München im Schnee gut kontrollieren. Beim Bergabstieg hilft die Hill Descent Controll HDC. Sie lässt den BMW im Schneckentempo vom Hügel klettern. Alles was Sie tun müssen ist die richtige Programmierung wählen und dann den Fuß vom Gas nehmen. Das erfordert zwar Mut, ist aber wirklich nützlich.

Fazit

1.690 Euro werden für den zweitägigen Intensiv-Kurs auf dem Gletscher in Sölden fällig. Wer beim Autokauf also geschickt verhandelt, der leiert seinem BMW-Händler vielleicht ja ein Fahrertraining aus den Rippen. Afrika-Touren sind natürlich kostspieliger. Hier richtet sich der Preis nach dem Aktivitäten-Katalog, den man teilweise auch selbst zusammenstellen kann. Wollen Sie lernen blitzschnell auf Anforderungen im Straßenverkehr zu reagieren? Das Einmaleins des Fahrens auf der Rennstrecke erfahren? Haben Sie Spaß am kontrollierten Driften im Schnee, oder einfach nur erleben, wo die persönlichen Grenzen hinterm Steuer liegen? Dann sollten Sie über ein BMW-Fahrer-Training nachdenken.